Das Leben im Alter mitgestalten

Erstmals lud die Stadt Buchs Seniorinnen und Senioren ab 60+ zu einem Anlass ein, um deren Ideen, Anregungen und Fragen rund um das Thema Alter zu erfahren. Im Zentrum stand deshalb ein Themenparcours.

Hanspeter Thurnherr
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Die Ideen, Anregungen und Fragen zu den neun Themenbereichen werden aufs Papier gebracht, aber auch angeregt diskutiert. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Die Ideen, Anregungen und Fragen zu den neun Themenbereichen werden aufs Papier gebracht, aber auch angeregt diskutiert. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

BUCHS. Moderiert wurde der Anlass von Ludwig Altenburger, der als Stadtrat für das Ressort Gesundheit und Alter zuständig ist, sowie von Christoph Zoller, Stellenleiter der Pro Senectute Rheintal-Werdenberg-Sarganserland. Altenburger ging kurz auf das 2015 überarbeitete Altersleitbild der Stadt ein. Dieses sei eine Absichtserklärung und Orientierungshilfe und deshalb nicht statisch. Es gebe kaum einen Themenbereich beim Stichwort Alter, der die Politik nicht berühre. «Die Stadt achtet und wahrt die Würde der älteren Person und ihre Selbstbestimmung im Alter», beschrieb er die Vision.

Singender Einstieg

Der Grabser Peter Hasler, bekannt als Leiter des Offenen Singens in Buchs, animierte die Teilnehmenden zu einer «Kostprobe» dieses Singanlasses. Mit bekannten Liedern, aber auf Rentner und Alter umgeformten Texten, lockte er selbst die Schüchternen aus der Reserve, so dass die Aula Flös bald mit schwungvollen Klängen erfüllt war.

Nun waren aber die Seniorinnen und Senioren auch gedanklich gefordert. Bei einem Parcours mit neun altersspezifischen Themen regten Fragen und Aussagen dazu an, selber Ideen, Anmerkungen, Anregungen oder eigene Fragen auf den bereitstehenden leeren Plakaten festzuhalten.

Neun Themenkreise

Die neun Themenkreise waren: Bestehende Angebote in Buchs; Wohnen mit Dienstleistungen; Verkehr, öV, Fussgängerfreundlichkeit; Teilnahme am gesellschaftlichen Leben; Menschen mit Migrationshintergrund; freiwilliges Engagement; Kommunikation und Technik; Information und Beratung; Andere Fragen und Anregungen an die Stadt. Rasch begannen sich die Papiere mit Bemerkungen zu füllen. Aber ebenso wertvoll waren die Diskussionen, die sich unter den Teilnehmenden und mit den Organisatoren – der Arbeitsgruppe Altersleitbild – entwickelten.

Christoph Zoller fasste später das Geschriebene zusammen. So wurde beispielsweise festgehalten, dass ältere Migranten eine Gruppe sind, die oft vergessen werden. Zum Verkehr gab es viele konkrete Hinweise und Fragen zu Problemstellen.

«Marktplatz» der Angebote

Betont wurde auch, dass Informationen über Papier wichtig sind, aber auch Internet und neue Medien durchaus Informationsgefässe für Ältere sind. «Hier zeigen sich die unterschiedlichen Bedürfnisse, welche zu berücksichtigen sind», verdeutlichte Christoph Zoller. Zu der gewünschten Tages- und Nachtbetreuung forderte Zoller dazu auf, Bedürfnisse und Fallbeispiele zu melden, damit sie konkret geprüft werden können. Er versprach, dass die vielen Anregungen in der Arbeitsgruppe aufgenommen werden und sie versuche werde, «die Kultur, Neues auszuprobieren, zu fördern.»

In der Pause konnten sich die Teilnehmenden an «Marktständen» über weitere Organisationen informieren, die in Buchs ältere Personen mit unterschiedlichsten Dienstleistungen ansprechen. Viele nutzten die Gelegenheit, um mit deren Vertretern ins Gespräch kommen.

Am Schluss waren die Seniorinnen und Senioren aufgefordert, aus den vielen Ideen und Bemerkungen jene mit einem roten Punkt zu «verstärken», welche sie als besonders wichtig empfinden.

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