Das Leben der Erdkröten

Die Hauptwanderung zum Laichgewässer beginnt bei günstigem Wetter oft schon Ende Februar/Anfang März, wobei einzelne Tiere, je nach Witterungsverlauf, gelegentlich auch schon im Januar angetroffen werden können.

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Die Hauptwanderung zum Laichgewässer beginnt bei günstigem Wetter oft schon Ende Februar/Anfang März, wobei einzelne Tiere, je nach Witterungsverlauf, gelegentlich auch schon im Januar angetroffen werden können. Ideales Wanderwetter sind für die Erdkröten regnerische Nächte mit Temperaturen über fünf Grad. Erdkröten zeigen oft eine ausgeprägte Laichplatztreue, das heisst, viele von ihnen kehren zur Paarungszeit an das Gewässer ihrer Geburt zurück. Die dabei zurückgelegten Distanzen zwischen dem Laichgewässer und dem Winter- beziehungsweise Sommerlebensraum liegen meist in der Grössenordnung von einem Kilometer Luftlinie, aber auch Strecken von über drei Kilometern werden nachweislich überwunden.

Um ein Weibchen zu erobern, machen sich die Männchen gross und nehmen eine Spähhaltung ein. Ist eine weibliche Erdkröte erkannt, klettert das Männchen auf deren Rücken und umklammert sie mit seinen kräftigen Oberarmen in der Achselgegend. Die Brunstschwielen an den Daumen geben dem Männchen den nötigen Halt und im «Huckepack» geht es zum Laichgewässer.

Das Gelege der Erdkröte besteht in Mitteleuropa aus einer bis zu fünf Meter langen, maximal acht Millimeter dicken, gallertartigen Laichschnur, in der die schwarzen Eier mit einem Durchmesser von rund zwei Millimeter in zwei bis vier Reihen angeordnet sind. Die meisten Laichschnüre bestehen aus rund 2000 bis 4000 Eiern, die an festen Strukturen, wie Schilfstengeln, umgeknickten Binsenhalmen und ins Wasser ragenden Ästen befestigt werden. (adi)

Quelle: www.feldherpetologie.de