«Das Landesspital wollte uns nicht»

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Bendern/Vaduz Das Liechtensteiner Landesspital in Vaduz steht wegen zu wenig Patienten vor einem finanziellen Engpass. Die Regierung beantragt des­halb ­einen Nachtragskredit von 2,5 Mil­lionen Franken. Den Grund sieht Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini in der neuen Privat­klinik Medicnova in Bendern, hinter dem Ärzte stehen, die bisher Belegärzte am Landesspital waren. Dass sie nun die Hauptschuldigen sein sollen, sei äusserst unfair, wehrt sich Rainer de Meijer von Medicnova stellvertretend für seine Kollegen.

Noch mehr erzürnten die ­Verantwortlichen der Privatklinik aber die Aussagen von Landesspital-Stiftungsratspräsident Michael Ritter, die er kürzlich in einem Interview gab. Darin sagte Ritter, die Medicnova habe offenbar parallel zu Gesprächen mit dem Landesspital auch mit Grabs geredet. «Wir sind immer wieder auf die Verantwortlichen des Landesspitals zugegangen, bevor Grabs ins Spiel kam. Aber wir wurden nur hingehalten und es wurden Forderungen gestellt, die wir nicht erfüllen konnten. Anders als das Landesspital hat die Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland das Potenzial einer Zusammenarbeit gleich erkannt», sagt de Meijer.5