Das Jugendtechnikum unterhält und begeistert seit zehn Jahren

BUCHS. Musikbands machen es, das Fernsehen macht es und auch das Jugendtechnikum an der Hochschule NTB hat es gemacht: Irgendwann ist einfach Zeit für ein «Best of». Gestern drehte sich alles um das Thema Physik.

Armando Bianco
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Gespannte Blicke: Das Jugendtechnikum an der Hochschule NTB zog die Kinder und Jugendlichen mit viel Unterhaltungswert in ihren Bann. (Bilder: Armando Bianco)

Gespannte Blicke: Das Jugendtechnikum an der Hochschule NTB zog die Kinder und Jugendlichen mit viel Unterhaltungswert in ihren Bann. (Bilder: Armando Bianco)

BUCHS. Musikbands machen es, das Fernsehen macht es und auch das Jugendtechnikum an der Hochschule NTB hat es gemacht: Irgendwann ist einfach Zeit für ein «Best of». Gestern drehte sich alles um das Thema Physik. Die beiden Dozenten Markus Michler und Stefan Rinner tauchten zusammen mit ihrem Assistenten Toni Müller und rund 150 aufmerksamen und wissbegierigen jungen Zuhörern in die verspielte, vielseitige und kreative Welt physikalischer Experimente ein. Gezeigt wurde das Beste aus den Vorlesungen der letzten zehn Jahre.

Animierend und kurzweilig

Im Jahr 2007 fand erstmals ein Jugendtechnikum an der Hochschule für Technik NTB statt. Die Initiative ging damals von der Freien Volksschule Werdenberg (heute Scuola Vivante in Buchs) aus. Das Ziel lautete, Kindern die Bereiche Physik, Chemie und Mathematik auf hohem Niveau lustvoll, kreativ und gut begreifbar zu vermitteln. Davon ist man inhaltlich bis heute nicht abgerückt, was aufgrund des grossen Erfolgs und des zahlenmässig entsprechenden Interesses auch gar nicht nötig war. Physik, Chemie und Mathematik – was beim ersten Gedanken so trocken daherkommt, kann in der Praxis am Jugendtechnikum durchaus verspielt, animierend und kurzweilig vermittelt werden.

Letztlich geht es auch darum, den interessierten Kindern und Jugendlichen ein Gefühl für die spätere Berufsfindung zu vermitteln und ihnen im Hörsaal den Spirit einer Hochschule näherzubringen. Technisch und naturwissenschaftlich ausgebildete Fachleute sind heute stark gesucht in der Arbeitswelt.

«Luft ist nicht nichts»

Die Dozenten Markus Michler und Stefan Rinner sind in den letzten zehn Jahren in vielen spannenden Praxis-Experimenten und ein wenig Theorie den vier Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde auf den Grund gegangen. Sie haben Farben hörbar und Töne sichtbar gemacht, die Sinnesorgane als physikalische Systeme erklärt und sichtbare und unsichtbare Kräfte an ihren Vorlesungen wirken lassen. Das war auch gestern mit einem Feuerwerk faszinierender Höhepunkte nicht anders. So lernten die Teilnehmer zum Beispiel, dass hinter der abstrakten Aussage «Luft ist nicht nichts» simpel erklärbare Vorgänge stecken.

Zweiter Teil nächste Woche

Nächsten Mittwoch, 22. Juni, findet von 14.15 bis 16.15 Uhr der zweite Teil von «Best of NTB-Jugendtechnikum 2006–2016 statt». Martina Brülisauer und Monika Canal zeigen dann einen unterhaltsamen Querschnitt durch die spektakulärsten Chemie-Versuche der letzten Jahre. Die Vorlesungen an der Hochschule eignen sich für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Der bildende und zugleich unterhaltende Anlass wird unterstützt von der NTB-Studienstiftung und vom W&O als Medienpartner. Auskunft und Anmeldung: Scuola Vivante, Buchs, Telefon 081 756 68 48, E-Mail: info@scuolavivante.ch.

Humor und Verblüffung miteinander kombiniert: Markus Michler (mit Plastiksack über dem Kopf) und Stefan Rinner zeigen den rund 150 Jugendlichen ein Experiment vor.

Humor und Verblüffung miteinander kombiniert: Markus Michler (mit Plastiksack über dem Kopf) und Stefan Rinner zeigen den rund 150 Jugendlichen ein Experiment vor.

Der Schriftzug zeigt's: 10 Jahre Jugendtechnikum an der NTB.

Der Schriftzug zeigt's: 10 Jahre Jugendtechnikum an der NTB.