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Das grüne Gewand muss weg

Pflanzen wuchern um die Burgruine Frischenberg und fördern deren Zerfall. Deshalb wird die Ruine davon befreit. Zudem erstellt die Gemeinde Sennwald einen Weg, um die Ruine zugänglich zu machen.
Alexandra Gächter
Die Feinde der Burg Frischenberg – Efeu und Bäume – gewinnen Überhand und werden darum zurückgeschnitten. (Bild: Werner Heeb)

Die Feinde der Burg Frischenberg – Efeu und Bäume – gewinnen Überhand und werden darum zurückgeschnitten. (Bild: Werner Heeb)

Wer an die Saxer Burgen denkt, dem fallen wohl zuerst die Ruinen Forstegg und Hohensax ein. Dass fast 200 Meter unter der «Hohensax» eine weitere Ruine ihr Dasein fristet, ist weniger bekannt. Das liegt mitunter auch daran, dass die Burgruine Frischenberg stark überwachsen ist und kein gesicherter Weg zu ihr führt. Das soll sich im kommenden Winter ändern.

Im Rathaus Frümsen ist seit Mitte Oktober der Plan zur Erstellung des Frischenbergwegs aufgelegt. Vorgesehen ist, dass die Ruine ausgeholzt und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Dazu wird entlang des Farbbachs ein Weg erstellt, der etwa 200 Meter lang ist und zur Ruine Frischenberg führt. «Bäume werden gefällt und ein rudimentärer Weg mit Holztritten erstellt. Wir fahren aber nicht mit Maschinen auf», sagt der Sennwalder Gemeindepräsident Peter Kinder.

Das Betreten der Ruine sei weiterhin auf eigene Gefahr möglich. Die Gemeinde Sennwald überlegt sich noch, ob sie eine Hinweistafel oder einen Holzzaun vor der Ruine anbringen sollen. Die Ruine selbst steht auf privatem Boden. Die beiden betroffenen Privateigentümer sehen dem geplanten Vorhaben sehr positiv entgegen, so Kindler weiter.

Pflanzen schaden der Ruine

Die im 14. Jahrhundert erbaute Burg wurde 1405 erstmals urkundlich erwähnt und diente wahrscheinlich als Verwaltungssitz der Herrschaft Frischenberg und als Sicherung des Wegs über die Saxer Lücke. Gemäss dem Werdenberger Jahrbuch war die Burg bereits im 16. Jahrhundert eine Ruine. In den folgenden Jahrhunderten zerfiel die einstige Burg noch weiter.

«Die Ruine ist heute in einem schlechten Zustand», so Peter Kindler. Die umliegenden Bäume, deren Äste durch den Wind an das Gemäuer schlagen, schaden zusätzlich. Dasselbe gelte für den Efeu, welcher die Ruine teilweise überwuchert, so Kindler. Aus diesem Grund soll die Ruine vom Efeu und den umliegenden Bäumen befreit werden. «Das hat den positiven Nebeneffekt, dass die Ruine besser sichtbar wird.»

Kosten werde die Ausholzung und die Erstellung des Weges etwa 14 000 Franken, wovon die Hälfte die Stiftung «Ruinen Hohensax und Frischenberg» und die andere Hälfte die Gemeinde und Private zahlen.

Die Stiftung hat gemäss Stiftungsurkunde die Aufgabe, alles vorzukehren, was zur Erhaltung und Sicherung der Burgruinen und deren Umgebung dient. Denkbar ist, dass die Ruine auch in Zukunft in regelmässigen Abständen von nachwachsenden Bäumen und anderem Gewächs befreit wird. Eine Sanierung der Burg Frischenberg steht hingegen nicht zur Diskussion, wie Gemeindepräsident Peter Kindler sagte.

Die öffentliche Planauflage «Erstellung Frischenbergweg» läuft bis am 10. November im Rathaus Frümsen.

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