Das Gemeinschaftsgrab der katholischen Kirche ist eingeweiht

SENNWALD. Gestern wurde das Gemeinschaftsgrab der katholischen Kirche feierlich eingeweiht. Der Karfreitag, an dem das Leiden und das Sterben Christi gefeiert wird, wurde wohl als symbolische Kraft für die Einweihung des Gemeinschaftsgrabes, das noch von niemandem benutzt wurde, gewählt.

Drucken
Teilen

SENNWALD. Gestern wurde das Gemeinschaftsgrab der katholischen Kirche feierlich eingeweiht. Der Karfreitag, an dem das Leiden und das Sterben Christi gefeiert wird, wurde wohl als symbolische Kraft für die Einweihung des Gemeinschaftsgrabes, das noch von niemandem benutzt wurde, gewählt. Davor fand um 15 Uhr – die überlieferte Todesstunde Jesu – ein Gottesdienst von Pastoralassistent Günter Schatzmann statt. Die drei handgeschmiedeten Kreuze – vom ortsansässigen Schmied gefertigt – stehen auf einem Felsen und hinter den Kreuzen harrt schützend eine Felswand der Dinge. Von den Felsen strahlt eine Art Beständigkeit, Verlässlichkeit aber auch Unnachgiebigkeit und Härte aus, wie Pastoralassistent Günter Schatzmann sagte. «Der Fels steht aber auch für unsere Berge, für die Menschen und für unsere Heimat; wir sind eben Erdenbürger. Der Fels schliesst unser irdisches Dasein ab – ein für allemal.»

Eines ist spürbar: Es ist ein ehrenwerter Platz, der den Verstorbenen geboten wird. Im Gemeinschaftsgrab kann die Asche von Verstorbenen hinterlegt werden – lose oder in einer Öko-Urne, «das überlassen wir den Hinterbliebenen», wie Vizepräsidentin des Kirchenrates Renate Eugster im Anschluss an die Einweihungszeremonie betonte. Wie das weitere Vorgehen vonstatten geht, ob und wie lange Namenstafeln der Dahingegangenen angebracht werden können, sei der nächste Entwicklungsschritt, der innerhalb des Kirchenrates diskutiert werde. Angedacht sei jedoch, dass für eine gewisse Zeit eine Namenstafel angebracht werden kann. (bey)