Das Bangen des FCV geht weiter

Der FC Vaduz hat gegen die Berner Young Boys seine Hausaufgaben erledigt, allerdings hat auch Mitkonkurrent Lausanne Sports einen Sieg eingefahren. Heute um 20 Uhr gastiert der FC Vaduz beim FC Lugano.

Ernst Hasler
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Kehrt Gonzalo Zarate (Mitte) – hier mit den YB-Spielern Kasim Nuhu (links) und Michel Aebischer – in die Startelf zurück? (Bild: Eddy Risch)

Kehrt Gonzalo Zarate (Mitte) – hier mit den YB-Spielern Kasim Nuhu (links) und Michel Aebischer – in die Startelf zurück? (Bild: Eddy Risch)

Ernst Hasler

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Zumindest bleibt die theoretische Chance weiterhin bestehen, sich doch noch den Ligaerhalt in der Super League zu sichern. Allerdings hat sich die Lage trotz des Sieges gegen YB weiters zugespitzt, denn in den ausbleibenden drei Partien sind praktisch drei Siege notwendig. Wie viel dosiertes Risiko wird der FCV heute nehmen müssen? Wenn Schiedsrichter Nikolaj Hänni die Partie im Cornaredo anpfeift, liegt das Resultat vom Spiel Lausanne – Thun bereits vor. «Das Resultat können wir nicht geheim halten. Sollte Lausanne gewinnen, läuft’s für uns nur noch mit einem Sieg in Lugano. Dann müssen wir von Anbeginn mehr ­Risiko nehmen. Sollte Lausanne nicht gewinnen, müssen wir nicht zu früh riskieren, können allenfalls Konter verhindern», so FCV-Trainer Roland Vrabec.

Das Ziel Ligaerhalt könnte heute misslingen

Die Aufstellung werde er – je nach Resultat – nicht verändern. «Wir wollen auf jeden Fall gewinnen. An der Aufstellung rütteln wir dann nicht mehr, doch der Matchplan könnte sich ändern.» Der Sieg gegen YB habe auf je­den Fall gutgetan. «Nachdem wir das Ergebnis aus Luzern erfahren hatten, waren wir etwas enttäuscht. Doch die Mannschaft war erleichtert, dass sie noch im Rennen ist. Wir lassen uns nicht betrüben, sind froh und stolz, dass wir die Chance noch besitzen. Hinsichtlich der Partie in Lugano gibt uns das Mut», gewinnt der FCV-Trainer dem Verlauf des letzten Spieltages das Positive ab.

Sollte alles gegen den FCV laufen, könnte die Mission Ligaerhalt heute zu Ende sein. «Wir sind fokussiert, voll zu punkten und unsere Möglichkeiten zu haben. Wir hoffen, dass Lausanne nochmals patzt. Wenn wir den Punkterückstand verringern, dann ist alles in den letzten zwei Runden noch möglich», ist der FCV-Trainer überzeugt.

Personell dürfte es nach dem 1:0-Sieg gegen YB kaum zu Veränderungen kommen; wiederum wird wohl Thomas Konrad im zen­tralen Mittelfeld auflaufen. «Da Hasler und Muntwiler ausfallen, haben wir nicht so viele Varianten im zentralen Mittelfeld. Er hat es mit seinem Zweikampfverhalten gut gemacht und Löcher vor der Abwehr gestopft.»

Lugano-Trainer Paolo Tramezzani (46) ist mit dem bisherigen Verlauf in der Super League sehr zufrieden. Der frühere Assistent der albanischen Nationalmannschaft hat seinen Job am 20. Dezember 2016 in Lugano angetreten und als erste Massnahme den FCZ-Stürmer Sadiku (Ex-Vaduz) verpflichtet. «Dank ihm haben wir einen guten zusätzlichen Stürmer erhalten. Neben Alioski, der als erfolgreicher Torschütze 16-mal traf, besitzen wir eine gute Offensive. «Wir sind sehr zufrieden», stellt Tramezzani fest, der am Dienstag nach dem 3:2-Sieg gegen den FC St. Gallen nicht mit den Tessiner Journalisten geredet hatte.

Den Luganesi läuft es zurzeit gut

Trotz der positiven Bilanz, die der FCV gegen die Tessiner aufweist, sind die Luganesi derzeit be­flügelt. Nur zwei der letzten acht Spiele konnte Lugano nicht gewinnen, nämlich daheim gegen Basel (2:2 nach 0:2-Rückstand) und in Sitten (0:2).

Beim FC Vaduz fehlen Hasler, Jehle, Costanzo, Burgmeier, Pfründer, Brunner (verletzt) und Kaufmann (rekonvaleszent). Fraglich ist Muntwiler. Zarate, der zuletzt auch leicht angeschlagen war, ist einsatzfähig.