Dank Referenzen gut im Geschäft

Die Grabser Firma Lippuner Energie- und Metallbautechnik (EMT) AG hat in den letzten Jahren und Monaten gleich mehrere Aufträge bei Grossprojekten erhalten. Besonders herausfordernd sind die Aufgaben im Forschungslaborbau.

Hanspeter Thurnherr
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Hohe Qualität dank eigener Produktion: Luftkanal-Formstücke werden bei der Lippuner EMT fertiggestellt. (Bild: Lippuner EMT)

Hohe Qualität dank eigener Produktion: Luftkanal-Formstücke werden bei der Lippuner EMT fertiggestellt. (Bild: Lippuner EMT)

GRABS. Die Lippuner Energie- und Metallbautechnik AG konnte in den letzten Jahren verschiedene Grossaufträge aquirieren und so ihre positive Entwicklung vorantreiben. Mit rund 340 Mitarbeitenden und 85 Millionen Franken Umsatz gehört sie heute zu den grösseren Arbeitgebern im Werdenberg. «Das Euro-Gespenst ist in vielen Köpfen. Doch weil wir zu 99 Prozent in der Schweiz tätig sind, hat die Eurokrise bei uns nicht so durchgeschlagen», sagt Geschäftsführer Martin Sulser.

Allerdings spürt das Unternehmen, dass die produzierende Industrie beim Bau neuer Hallen oder Produktionsstätten zuwartet oder sich Alternativen im Ausland überlegt. Dazu kommt, dass Vorarlberger oder deutsche Konkurrenten mit der Aufgabe der Eurountergrenze durch die Schweizer Nationalbank auf einen Schlag 15 Prozent günstiger wurden. «Einzelne unserer Schweizer Kunden zahlen uns ausserdem in Euro», sagt Sulser und ergänzt: «Wir sind als Unternehmen auf allen Ebenen gefordert. Aber wir wollen auch zeigen, dass wir uns am Markt behaupten können», verdeutlicht Sulser.

Investitionen in Immobilien

Was diese unerfreulichen Euro-Entwicklungen kompensiert: Es wird viel Geld in Schweizer Immobilien investiert, weil diese ihren Wert behalten. «Wir stellen fest, dass momentan die öffentliche Hand, aber auch die chemische Industrie stark in Bauvorhaben investiert. Wir können davon profitieren», sagt der Lippuner-EMT-Geschäftsführer. Davon zeugen die aktuellen und kürzlichen Projekte in Basel (siehe Frontseite).

Beim Bau eines Forschungslabors wie im Fall der Uni Basel kommt ihr die Erfahrung früherer Projekte zugute. Unter anderem bei der Errichtung der Chemiebauten der ETH Zürich auf dem Hönggerberg. Bei solchen Bauten müssen in den Labors über die Lüftung auch hochgefährliche Stoffe und Mixturen sicher und ohne Folgeschäden abgesogen werden. Und solche Systeme haben sehr hohe Anforderungen an Material und Funktion, wissen Martin Sulser und Marco Valentinuzzi. Herausfordernd ist beim Uniprojekt auch das städtische Umfeld bei der Baustelle. «Zum Beispiel haben wir für Anlieferung und Abladen unserer Bauteile jeweils nur ein Zeitfenster von einer halben Stunde. Verspätungen beim Transport liegen also nicht drin. Auch hier kommt der Firma die Erfahrungen beim Bau der Messe Basel zugute.

Aufträge dank gutem Ruf

Bei einem weiteren Zuschlag, dem Projekt Ceres-Tower in Pratteln, profitiert das Grabser Unternehmen vom guten Ruf, den es sich beim Neubau der Messe Basel erworben hat. Der Turm wird mit seinen 82 Metern nach seiner Fertigstellung im Jahr 2017 das höchste Gebäude im Kanton Baselland sein. Auf 22 Stockwerken sollen 90 Wohnungen sowie Büroräume entstehen.