Curaviva setzt auf Effizienz

An der GV des Verbandes Betagten- und Pflegeheime Curaviva St. Gallen lief nicht alles nach Programm. Dennoch kamen die Teilnehmenden zu vielfältigen Informationen in Bezug auf die Verbandstätigkeiten.

Heidy Beyeler
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Die Mitglieder der Curaviva St. Gallen stimmten an der Generalversammlung allen Fragen einhellig zu. (Bilder: Heidy Beyeler)

Die Mitglieder der Curaviva St. Gallen stimmten an der Generalversammlung allen Fragen einhellig zu. (Bilder: Heidy Beyeler)

GRABS. Nach den Grussworten durch den Grabser Gemeindepräsidenten Rudolf Lippuner verkündete der Präsident der Curaviva St. Gallen, Robert Etter, dass erstens die angesagte Referentin Gesine Marquart aufgrund eines grassierenden Virus in Dresden am Vormittag absagen musste und zweitens der Curaviva-Vertreter aus Bern auf der Autobahn zwischen Bern und Buchs mit seinem kaputten Auto «liegen» blieb. Demzufolge fielen die Hauptakteure der zweiten Halbzeit der Generalversammlung aus.

Original hätte interessiert

Der Vorstand von Curaviva St. Gallen (Curaviva vertritt als Arbeitgeberverband die Interessen der Betagten- und Pflegeheime im Kanton St. Gallen) zeigte sich improvisationsfreudig, indem Paul Urs Egger aus Teufen das geplante Referat von Professorin Gesine Marquart, Dresden, aufgrund der vorliegenden Unterlagen zusammenfasste. Egger wohnte bereits vor einigen Monaten dem Vortrag von Gesine Marquart in St. Gallen bei.

Das detaillierte Referat «Landkarten im Kopf – Vertraute Gebäudestruktur für Menschen mit Demenz» – der Architektin und Professorin für Sozial- und Gesundheitsbauten in Dresden hätte in der Originalversion wohl etliche Teilnehmende brennend interessiert, insbesondere jene, die sich gerade jetzt oder in nächster Zukunft mit einem Um-, Aus- oder Neubau ihres Pflegeheims befassen. Marquart ist unter anderem Autorin des in den Jahren 2005 bis 2007 verfassten Kriterienkataloges für demenzfreundliche Architektur.

In die Lücke gesprungen

Robert Etter übernahm schliesslich den Part des auf der Strecke gebliebenen Curaviva-Abgeordneten aus Bern, da Etter als neugewähltes Mitglied des Exekutivkomitees von Curaviva Schweiz in Bern die regionalen Interessen der Betagten- und Pflegeheime zentral einbringen kann.

Im weiteren fasste Präsident Etter die Verbandstätigkeit des vergangenen Jahres in seinem Jahresbericht kurz zusammen. Es mache, strategisch gesehen, Sinn, dahingehend zu wirken, dass gesamtschweizerisch geltende Verträge entstünden; dies vor allem, weil die interkantonale Mobilität der Heimbewohner stetig wachse.

Netzwerk – wichtigstes Gefäss

Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Vernetzung von Spitex, Pro Senectute und Curaviva St. Gallen gerichtet. Als Fachvereinigung Altersarbeit St. Gallen FASG steht dieses Netzwerk den Behörden, beispielsweise dem VSGP, Verband St. Galler Gemeindepräsidenten, vereint als Gesprächspartner zur Verfügung. «Die FASG ist für den Austausch das wichtigste Gefäss zwischen den drei genannten Gruppen», sagte Vorstandsmitglied Markus Brändli. Das Ziel der Zusammenarbeit sei in erster Linie die Einflussnahme zum Thema «ambulant mit stationär». Ein weiterer Schwerpunkt der FASG-Tätigkeit liege beim politischen Lobbying. So seien konkrete Gespräche mit einzelnen Kantonsrätinnen und Kantonsräten für die Gründung einer parlamentarischen, überfraktionellen Interessengruppe IG Alter geführt worden, die auf positives Echo stosse. Die Gründung der IG Alter befinde sich auf gutem Weg und werde voraussichtlich im Juni vollzogen.

Neu gewählt

Pensionsbedingt tritt Vizepräsident Urs Kupferschmied, Geschäftsführer der Rajovita (Stiftung für Gesundheit im Alter), Rapperswil-Jona, aus dem Vorstand zurück. Die Region See-Gaster wird jedoch weiterhin im Vorstand von Curaviva St. Gallen vertreten sein. Neu gewählt wurde Jürg Heer, Geschäftsführer des Pflegezentrums Linthgebiet, Uznach.

Jürg Heer wurde neu in den Vorstand gewählt.

Jürg Heer wurde neu in den Vorstand gewählt.

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