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Couponsteuer schmälert die Steuererträge

VaduzDer Wegfall der Coupon­steuer hat die Steuereinnahmen im Fürstentum Liechtenstein im letzten Jahr leicht sinken lassen. Insgesamt aber stiegen die Erträge in den wichtigsten Steuerarten – mit einer Ausnahme. 1,6 Prozent weniger als im Vorjahr oder total 864 Millionen Franken nahmen das Land und die elf Gemeinden im Fürstentum Liechtenstein im Rechnungsjahr 2016 ein. Das sind 14 Millionen Franken weniger als ein Jahr zuvor. Zurückzuführen ist der kleine Einbruch auf den Wegfall der Einnahmen aus der Couponsteuer, wie das statistische Amt am Mittwoch mitteilte. Couponsteuern wurden bislang bei der Ausschüttung von Dividenden erhoben.

Mehrwertsteuer spült Geld in die Kasse

Trotz tieferer Gesamteinnahmen wiesen die wichtigsten Steuerarten steigende Erträge aus. Das betrifft die Ertragssteuern der Unternehmen, die 252 Millionen Franken einbrachten, oder 24 Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Die Ausnahme bilden die Vermögens- und Erwerbssteuern der natürlichen Personen. Diese beliefen sich auf 226 Millio­- nen Franken oder eine Million Franken weniger. Ein Plus ­geschrieben wurde wieder bei der drittstärksten Steuerart, der Mehrwertsteuer. Sie spülte 215 Millionen Franken in die Kassen oder 29 Millionen Franken beziehungsweise 16 Prozent mehr.

Die meisten Steuern von den Finanzdienstleistern

Weitere Angaben der Liechtensteiner Statistiker betreffen das Steuerjahr 2015. Demnach stammten 54 Prozent der Ertragssteuern von Finanzdienstleistern wie Banken, Versicherungen, Rechtsanwälten oder Treuhändern. Weitere 29 Prozent steuerten die Industrie und das Waren produzierende Gewerbe bei, 17 Prozent der Ertragssteuern stammen aus dem Bereich allgemeine Dienstleistungen.

Das durchschnittliche Einkommen (Medianvermögen) der Liechtensteiner Haushalte belief sich auf 96 768 Franken. Dabei wiesen die finanzstärksten zehn Prozent der Haushalte ein Gesamtvermögen auf, das gemäss Angaben der Statistiker mindestens 13-mal höher lag als das Medianvermögen.

Die Fiskalquote, welche aus der Summe aller Staatseinnahmen im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt resultiert, erhöhte sich von 18,9 auf 20,8 Prozent. In der Schweiz lag sie bei 27,9 Prozent in Österreich bei 43,5 Prozent. (sda)

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