Co-Präsidium für Blaues Kreuz St. Gallen-Appenzell

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St. Gallen/Grabs Die Hauptversammlung des Blauen Kreuzes St. Gallen-Appenzell stand im Zeichen von Wahlen und Verabschiedungen. Die Rechnungen und die Budgets wurden genehmigt, die Berichte der Arbeitsbereiche zur Kenntnis genommen.

Esther Frei, Mogelsberg, und René Lutz, St. Gallen, leiten künftig das Blaue Kreuz St. Gallen–Appenzell. Noëmi Huber, St. Gallen, Elisabeth Hehli, Grabs, und Rahel Müller, Rheineck, arbeiten künftig in der Verbandsleitung mit. Mit einem Präsent verabschiedet wurden vier Präsidenten: Max Bänziger, Wald, Verband St. Gallen-Appenzell; Hansueli Scherrer, Nesslau, Heimkommission Wohnheim Felsengrund, Stein; Urs Leuenberger, Waldstatt, Hauskommission Jugend- und Freizeithaus Hirschboden; Gais und Werner Rolli, Vereinspräsident Wattwil.

Die Prävention zeigt ihre Wirkung

Im Auftrag von Kantonen und Gemeinden wurden im Berichtsjahr über 400 Alkohol- und Tabaktestkäufe durchgeführt. Leider halten sich noch immer mehr als 30 Prozent der Betriebe nicht an die Jugendschutzbestimmungen. Beliebt ist die alkoholfreie Blue Cocktail Bar an Anlässen und mit Mixworkshops. Im neuen Jahr soll ein Barmobil angeschafft werden, um noch einfacher an verschiedenen Anlässen präsent zu sein.

Die Beratungsarbeit in St. Gallen bewegte sich im Rahmen des Vorjahres. 83 Klientinnen und Klienten suchten erstmals die Fachstelle auf. 84 Ratsuchende beendeten die Beratung. Das Team führte über 1000 Gespräche und war für gut 100 Gruppentreffen verantwortlich. Auch 98 Telefon- und 26 Mailberatungen fanden statt. Etwas Sorgen machen die Gesprächsgruppen, weil sich immer weniger Männer und Frauen für einen Gruppenbesuch entschliessen. Gut angelaufen ist das neue Angebot «Ambulanter Alkoholentzug in fünf Tagen».

Anerkennung für Betrieb im Obertoggenburg

Seit dem 1. Januar 2018 ist das Wohnheim Felsengrund in Stein ein anerkannter stationärer Heimbetrieb, teilt die Organisation mit. Diese Anerkennung vereinfacht den einweisenden Stellen das Finanzwesen und die administrativen Aspekte. Der Felsengrund kann 25 Männer und Frauen beherbergen, die wegen ihrem übermässigen Alkoholkonsum nicht mehr allein wohnen können.

Seit jeher spielt die Freiwilligenarbeit eine wichtige Rolle. Verschiedene Aufgaben und Angebote wären nicht möglich, wenn nicht mehr als 100 Freiwillige die Arbeit der Angestellten unterstützen würden. Mindestens 19 000 Stunden wurden im Berichtsjahr unbezahlt geleistet. Der Anteil der Freiwilligenarbeit ist in den Brockenstuben am höchsten, heisst es in der Medienmitteilung der Organisation weiter. (pd)