Clientis Bank plant einen Neubau

430 Genossenschafterinnen und Genossenschafter folgten am vergangenen Wochenende der Einladung der Clientis Bank Thur. Wichtigstes Geschäft: Die Bank plant einen Neubau in Unterwasser.

Adi Lippuner
Drucken
Auf diesem Areal, zwischen dem Coop und dem Restaurant Post in Unterwasser, wird das neue Bankgebäude der Clientis Bank Thur entstehen. (Bilder: Adi Lippuner)

Auf diesem Areal, zwischen dem Coop und dem Restaurant Post in Unterwasser, wird das neue Bankgebäude der Clientis Bank Thur entstehen. (Bilder: Adi Lippuner)

UNTERWASSER. Mit dem Vorschlag, vier Prozent Zins auf das Genossenschaftskapital auszurichten, und der Ankündigung, dass in Unterwasser ein neues Bankgebäude erstellt werden soll, sorgte der Verwaltungsratspräsident der Clientis Bank Thur, Thomas Nüesch, am Freitagabend für gute Laune. Ein weiterer Grund für den gemütlichen Abend war der speditive Verlauf der Versammlung. Die Anwesenden durften sich auf ein feines Abendessen und einen unterhaltsamen Abend mit dem Jodelclub Thurtal und den Hügler-Buebe freuen.

Bankgebäude mit Wohnungen

Auf dem Grundstück, welches zwischen dem Coop-Gebäude und dem Restaurant Post in Unterwasser liegt, soll schon bald das neue Gebäude der Clientis Bank realisiert werden. «Die Verschreibung des Grundstücks ist erfolgt, und wir gehen nun an die Planung des Vorhabens. Das Gebäude soll in Zusammenarbeit mit dem einheimischen Architekten Roland Faoro realisiert werden», so Thomas Nüesch. Und von Horst Lüthi, Vorsitzender der Geschäftsleitung, war auf Nachfrage zu erfahren, dass ein modernes Bankgebäude mit Wohnungen entstehen soll. «Unsere Genossenschafter werden fortlaufend über das Vorhaben informiert. Es ist unser Bestreben, die Präsenz im obersten Toggenburg zu verstärken und auch sichtbarer zu sein.»

Die Ergebnisse einer Kundenbefragung wurden von Yvonne Langenegger präsentiert. Dabei durfte festgestellt werden, dass über drei Viertel der Kunden ihrer Bank seit mehr als zehn Jahren die Treue halten. Nachholbedarf orten die Verantwortlichen im obersten Toggenburg, denn dort liegt der Kundenanteil nur bei 32 Prozent der Bevölkerung, in Ebnat Kappel dagegen bei 58 Prozent. Der gesamte Verwaltungsrat stellte sich für eine weitere Amtsdauer von drei Jahren zur Verfügung. Nebst Präsident Thomas Nüesch, Ebnat-Kappel, sind dies Arthur Tobler, Alt St. Johann, Thomas Gassler, Ebnat-Kappel, Michael Kauf, Ebnat-Kappel, und Christian Nüssli, Ebnat-Kappel.

Drittbestes Ergebnis

Dank einer um zehn Millionen Franken höheren Bilanzsumme und einem um acht Prozent gesteigerten Bruttogewinn durfte das drittbeste Ergebnis der Bank verbucht werden. «Die tiefen Zinsmargen, höhere Aufwendungen für den IT-Bereich als geplant und höhere Personalkosten haben ein noch besseres Ergebnis verhindert», war an der Generalversammlung zu erfahren. Zur «unverändert schwierigen Zinssituation» ist im Geschäftsbericht festgehalten: «Der Zinsertrag hat trotz des guten Wachstums der Ausleihungen das Vorjahresergebnis um 4,9 Prozent verfehlt. Obwohl auch die Clientis Bank Thur vom tiefen Zinsniveau bei den Refinanzierungsgeldern profitieren kann, liegt der Zinserfolg letztlich um 2,2 Prozent oder 80 000 Franken tiefer als im Vorjahr.» Maximal 20 Anteilscheine von je 500 Franken kann jeder Genossenschafter bei der Clientis Bank Thur zeichnen. Bei einem Zins von vier Prozent ergibt dies einen Jahresgewinn, vor Abzug der Verrechnungssteuer, von 400 Franken. «Angesichts der heute aktuellen Zinssituation eine Traumrendite», so einer der Anwesenden. «Leider kann ich nicht mehr Geld so gut anlegen», bedauert der Genossenschafter. Ein Blick auf den Gewinn zeigt, es standen 621 000 Franken zur Verfügung, nebst der Ausschüttung an die Genossenschafter erfolgten Zuweisungen von 200 000 Franken für Reserven und 16 000 Franken in den Fonds für gemeinnützige Zwecke.

Thomas Nüesch, Verwaltungsratspräsident der Clientis Bank Thur (links), und sein Vizepräsident Arthur Tobler.

Thomas Nüesch, Verwaltungsratspräsident der Clientis Bank Thur (links), und sein Vizepräsident Arthur Tobler.