Circus Knie und Buchs, das passt

Im Beisein von Familienmitgliedern aus drei Generationen der Zirkus-Dynastie wurde gestern das Knie-Denkmal auf dem Buchser Marktplatz eingeweiht. Der Stadtrat betonte die enge Verbundenheit mit dem Circus Knie.

Heini Schwendener
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Hansruedi Rohrer (rechts) und drei Generationen der Zirkus-Dynastie vor dem Knie-Denkmal am neuen Standort auf dem Buchser Marktplatz. (Bild: Heini Schwendener)

Hansruedi Rohrer (rechts) und drei Generationen der Zirkus-Dynastie vor dem Knie-Denkmal am neuen Standort auf dem Buchser Marktplatz. (Bild: Heini Schwendener)

BUCHS. Das 1997 zu Ehren von Margrit Knie-Lippuner geschaffene Denkmal hat einen neuen Standort. Im kleinen Pärkli auf dem Marktplatz wurde es gestern eingeweiht. Das Datum war bewusst gewählt, gastiert der Circus Knie doch in diesen Tagen in Buchs, auf dem Marktplatz.

Die grosse Dame, Frau Margrit

Die in Buchs aufgewachsene Margrit Knie Lippuner (Jahrgang 1897) wirkte während 55 Jahren im Familienunternehmen. Frau Margrit wurde sie allenthalben genannt. Im Alter von 77 Jahren verstarb die Senior-Chefin, «die grosse Dame des Schweizer National-Circus Knie», während einer Tournée. Das Denkmal in Buchs, einst vor ihrem Elternhaus bei der Alvierstrasse aufgestellt, musste weichen, als das alte Haus abgerissen wurde. Am neuen Platz wirkte es aber immer etwas «verloren». Darauf schlug Hansruedi Rohrer, Chronist, Journalist und Freund der Familie Knie, der Stadtverwaltung den Marktplatz als neuen Standort vor.

Dank an Hansruedi Rohrer

Gestern war es so weit, das alte Denkmal (nunmehr mit einer neuen Tafel versehen) wurde am neuen Standort eingeweiht (vergleiche Titelseite). Darüber freute sich Stadtpräsident Daniel Gut. Er dankte Hansruedi Rohrer für seine Initiative und betonte die Verbundenheit der Gemeinde mit ihrer berühmten Bürgerin. Nun habe das Denkmal einen würdigen Platz gefunden, mit einem direkten Bezug zum Circus Knie, sagte der Stadtpräsident mit Blick auf das grosse Chapiteau und die Zirkuswagen.

Daniel Gut dankte der Familie Knie für ihre Treue zu Buchs und gab der Hoffnung Ausdruck, dass diese weiter anhalten möge und die Knies auch in künftigen Jahren das Publikum aus Buchs und Umgebung mit ihrem Programm begeistern mögen.

Fredy Knie jun. sprach den Dank an die Gemeinde im Namen seiner Familie aus und betonte, das Denkmal stehe nun sicher am richtigen Ort, nämlich ziemlich genau dort, wo jeweils der Standplatz des legendären Wohnwagens mit der Nummer 29 seiner Grossmutter Margrit gewesen sei. Beredt gab er einige Erinnerungen an die grosse Dame des Circus Knie preis. Seine Grossmutter, die im übrigen immer überall mit Stolz auf ihre Buchser Herkunft verwiesen hatte, habe ihn geprägt. «Sie war streng und forderte Disziplin. Und sie hat uns den respektvollen Umgang mit dem Publikum gelehrt», sagte der Zirkuschef.

Eintrag ins Goldene Buch

Buchs ist seit Anfang Jahr eine Stadt. Der neue Stadtschreiber hat ein Goldenes Buch angeregt, in der sich wichtige Gäste verewigen können. Selbstredend, dass auch die Knies sich darin eintragen durften. Allerdings galt es, etwas auf die 8. Generation zu warten, die noch in der Schule war. Grossmutter Margrit hätte auch nicht zugelassen, dass sie deswegen früher Schluss machen dürften, sagte Fredy Knie jun. mit einem Lächeln. Und so gab es das Gruppenbild und die Unterschriften mit der 6., 7. und 8. Generation erst, als die Jüngsten aus der Schule kamen.

Knie-Familienmitglieder tragen sich im Goldenen Buch ein.

Knie-Familienmitglieder tragen sich im Goldenen Buch ein.