«Chropflerete» am Buchser Forum

Auf Wunsch von Einwohnern wurde vor einem Jahr das erste Forum Buchs durchgeführt. Bei der zweiten Auflage waren knapp 50 Interessierte und der ganze Stadtrat anwesend. Nach Kurzreferaten gab es einen regen Austausch.

Adi Lippuner
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Der Buchser Stadtrat mit Ludwig Altenburger, Hans Peter Schwendener, Heinz Rothenberger, Katrin Frick, Daniel Gut, August Wehrli und Hansruedi Bucher (von links). (Bild: Adi Lippuner)

Der Buchser Stadtrat mit Ludwig Altenburger, Hans Peter Schwendener, Heinz Rothenberger, Katrin Frick, Daniel Gut, August Wehrli und Hansruedi Bucher (von links). (Bild: Adi Lippuner)

BUCHS. Buchs als regionales Zentrum hat rund 12 000 Einwohnerinnen und Einwohner, gegen 50 davon waren am Forum Buchs vom Mittwochabend in der Aula Flös anwesend. Die Mitglieder des Stadtrats gaben in Kurzreferaten Einblick in ihre Tätigkeit.

Stadtpräsident Daniel Gut informierte über den Terminplan und das Verfahren zum «Hochhaus chez Fritz». Die öffentliche Veranstaltung wurde im Januar durchgeführt, am 6. Juli wird der Stadtrat den Gestaltungsplan, den Teilzonenplan und den Teilstrassenplan erlassen. Die öffentliche Auflage wird nach den Sommerferien, vom 11. August bis 10. September erfolgen. Anschliessend sollen allfällige Einsprachen behandelt werden und frühestens ab 20. Oktober beginnt die 40tägige Frist für das fakultative Referendum zu laufen.

Bei Katrin Frick waren die abgeschlossenen Bauvorhaben der Schulen Hanfland und Grof ein Thema. Zur Schulhauserweiterung in Räfis – dort ist die Abstimmung auf den 18. Oktober geplant – war zu hören: «Der Stadtrat hat sich nach zahlreichen Abklärungen entschlossen, den Bau einer Doppelturnhalle vorzuschlagen.»

Klare Regeln bei der Sozialhilfe

Ludwig Altenburger betonte, dass es im Alters- und Pflegeheim Wieden positive Rückmeldungen von Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitenden gebe. Auf die Frage eines Zuhörers – «Muss immer noch mit Temporär-Angestellten gearbeitet werden oder konnten die offenen Stellen besetzt werden?» – sagte der Ressortverantwortliche: «Die Stellen sind besetzt, aber es gibt immer wieder Wechsel, wie es in dieser Branche üblich ist.»

Preisträger Buchser Kulturpreis

Von Heinz Rothenberger waren Zahlen zur Sozialhilfe zu hören. «Letztes Jahr wurden 214 Haushalte mit 332 Personen unterstützt. Wer Anspruch hat, erhält bei uns auch Sozialhilfe. Allerdings werden Unwahrheiten nicht toleriert und bei Betrug gibt es anstelle von Sozialhilfe nur noch die Nothilfe von 16 Franken pro Tag.» Hansueli Bucher gab die Namen der Preisträger, welche am 30. Oktober den Buchser Kulturpreis erhalten werden, bekannt. Der Einzelpreis geht an die Dirigentin verschiedener Chöre, Regula Gschwend, und der Gruppenpreis an die IG Museümli.

Von August Wehrli war einiges über die Aufgabe des Zivilschutz und der Feuerwehr zu hören. Zudem sei der Chemiestützpunkt auch für das Nachbarland Liechtenstein zuständig.

Zu den «Tempo-30-Zonen» gab es nicht nur Infos, sondern auch eine rege Diskussion. Der Wunsch der Bevölkerung aus Burgerau wurde zwar gehört, aufgrund der Neugestaltung des Bahnhofplatzes werde aber als nächstes die Etappe Hanfland in Angriff genommen. Einblick in sein vielfältiges Ressort und die Organisationsform gab es von Hans Peter Schwendener. Von Seiten der Bevölkerung sei oft zu hören, dass die Behinderungen rund um den Bau von Werkleitungen als störend empfunden werden. Mittels eines Ablaufs, der von der Planung bis zur Fertigstellung zehn Punkte mit längeren Phasen enthält, wurde aufgezeigt, was es braucht, bis ein solches Vorhaben abgeschlossen werden kann.

Ortsgemeinde einbinden

Der schwache Aufmarsch zum Forum Buchs veranlasste jemand zum Vorschlag, nächstes Mal auch die Ortsgemeinde einzubinden. Fragen wie «Wann gibt es eine Fussgänger- und Velobrücke zwischen Buchs und Liechtenstein?» konnten nicht abschliessend beantwortet werden. Gemäss Daniel Gut ist das Anliegen im Agglomerationsprogramm festgehalten.

Beleuchtung sei zu dunkel

Eine rege Diskussion entbrannte wegen der nächtlichen Beleuchtung. Diese sei zu dunkel, so eines der Voten. Darauf Hans Peter Schwendener: «Ich erhalte auch andere Rückmeldungen, welche die Lösung begrüssen.»