«Carmina burana» mit einer Zusatzaufführung

Nach drei ausverkauften Aufführungen bringt die Chorgemeinschaft Carmina Burana Rhenania das Werk von Carl Orff am 29. Oktober, um 15 und um 19.30 Uhr, in der evangelischen Kirche Buchs auf die Bühne.

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Bald wird «Carmina burana» in Buchs zu hören sein. (Bild: Daniel Ospelt)

Bald wird «Carmina burana» in Buchs zu hören sein. (Bild: Daniel Ospelt)

«Carmina burana» ist in der Region angekommen. Drei ausverkaufte Aufführungen und ein begeistertes Publikum in Vaduz und zweimal in Flums sind der wunderbare Lohn für lange und intensive musikalische und organisatorische Vorbereitungen aller 160 Mitwirkenden.

Jetzt kommt das weltbekannte Werk von Carl Orff nach Buchs. Aufgrund der überwältigenden Ticketbestellungen wird es am Samstag, 29. Oktober, in der evangelischen Kirche zweimal aufgeführt, um 15 und um 19.30 Uhr. Wer auch diese Konzerte verpasst, kann das Werk in der Interpretation des Sängerbundes Buchs, des Chores We Are Family Triesen, des Männerchores Harmonie Mels, des Kinderchors Chur und des Orchesters Liechtenstein-Werdenberg ein letztes Mal am Sonntag, 30. Oktober, um 17 Uhr, in der Ägerihalle in Unterägeri (Kanton Zug) hören.

Mit Erfolg und Freude Grenzen überschreiten

Unter der Gesamtleitung von Stefan Susana (Vorarlberg) glänzen in den Soloparts Sigrid Plundrich (München), Sopran, Joaquín Asiain (Spanien/Stuttgart), Tenor, als der berühmte «Schwan» und Christian Büchel (Buchs), Bariton. Moderiert werden die Aufführungen von Rainer Wolff (Berlin). Grenzen überschreiten ist eines der Stichworte, die dem Projekt Carmina Burana Rhenania zugrunde lagen. Es wird aber nicht nur davon gesprochen, sondern es wird gemacht, gelebt, mit Freude und Erfolg. Zum Entstehungshintergrund des Werkes sagt Kurt Pahlen in «Die grosse Geschichte der Musik» (München 1996, S. 33): «Im Kloster Benediktbeuern (Oberbayern) fanden sich zahlreiche Manuskripte aus dem 12. und 13. Jahrhundert, die von <Vaganten> und <Goliarden> (Maulhelden, von gula/gola = Maul) verfasst worden waren, fahrenden Studenten, Bettelmönchen, Vagabunden einer Umbruchzeit. Diese vor allem im bayrisch-österreichischen Raum wandernden Vertreter eines (oftmals unfreiwillig) <freien> Lebens zeichneten krasse, aber auch liebenswerte Schilderungen ihrer Epoche. Zu vielen Versen dieser seltsamen Literatur hat Carl Orff 1937 mitreissende Gesänge geschrieben (Carmina burana) und damit ein lange verschollenes Zeitalter neu vor uns erstehen lassen.»

Es ist eines der meistaufgeführten Werke

Auch die Chorgemeinschaft befindet sich in einer Umbruchszeit. Dies war jedoch nicht der wirkliche Grund, der zur Auswahl dieses Werk für das grosse musikalische Ereignis im Herbst 2016 führte. Viel mehr waren es die «mitreissenden Gesänge», die Rhythmen und Melodien, welche die Mitwirkenden begeisterten. Anforderungsreich waren sie zudem in einem Ausmass, das manch eine oder einen im Laufe des Jahres leise zweifeln liess, ob es gelingen werde. Und es gelang, «we can do it» ist man geneigt auszurufen!

«Carmina burana» ist ein Hit, eines der meist aufgeführten Werke der modernen Musikliteratur und trotzdem oder vielleicht deshalb beim Publikum so beliebt. Schliesslich war es aber der Wunsch der Beteiligten, in der Region Werdenberg-Liechtenstein-Sarganserland miteinander etwas Grosses zu machen. Das ist gelungen. (pd)