BUCHS/STARKENBACH: Gebiet Fegeren zum A-Standort erheben

Vom Entwurf der kantonalen Richtplananpassung 16 sind im W&O-Gebiet ein wirtschaftliches Schwerpunktgebiet und ein Abbaustandort betroffen.

Merken
Drucken
Teilen

Der Richtplan ist ein Führungsinstrument der St. Galler Regierung, das aufzeigt, welche Ziele sie in der räumlichen Entwicklung verfolgt. Um die aktuellen Bedürfnisse zeitnah in den Richtplan einfliessen zu lassen, werden periodische Anpassungen notwendig. Im Zuge dieser jährlichen Überarbeitung hat die Regierung den Entwurf der Anpassung 16 des Richtplans veröffentlicht. Er ist im Internet unter www.areg.sg.ch abrufbar und liegt zudem bis Ende Juni in allen Gemeinden des Kantons St. Gallen öffentlich auf.

Nebst der laufenden Gesamtüberarbeitung des Richtplans sind in den Bereichen «Arbeitsplatzstandorte und Schwerpunktgebiete» sowie «Abbau- und Deponiestandorte» Anpassungen notwendig, die auch das Einzugsgebiet des W&O betreffen.

Die Standorte mit den besten Voraussetzungen für die Wirtschaft und grossen Nutzungsreserven werden als wirtschaftliche Schwerpunktgebiete bezeichnet. Gemäss der Medienmitteilung des kantonalen Amtes für Raumentwicklung und Geoinformation soll das bisher als B-Standort ­bezeichnete Gebiet Fegeren in Buchs neu als A-Standort aufgenommen werden.

Bezug zur Hochschule und gut erschlossen

Das etwa 1,4 Hektaren grosse Gebiet liegt direkt im Anschluss an das Areal der Interstaatlichen Hochschule für Technik Buchs (NTB). Es sei somit attraktiv für kleine bis mittelgrosse Ansiedlungen von Unternehmen (Industrie und Dienstleistungen) mit einem bestehenden oder möglichen Bezug zur Hochschule, heisst es in der Medienmitteilung, und weiter: «Der Teilzonenplan und eine inzwischen vorliegende Masterplanung auf dem Areal sehen dort ein ‹Zen­trum Präzisionsindustrie Alpenrheintal› vor.» Hervorgehoben wird auch die gute Anbindung an die Autobahn und die Erschlies­sung durch den öffentlichen Verkehr. Weil das Areal unproblematisch bezüglich Schutzobjekten und Naturgefahren (nur Restgefahr) ist, sind für die Regierung die Voraussetzungen für die Festsetzung des Gebiets Fegern in die Kategorie A-Standort erfüllt.

Fünf neue Gebiete werden in die Liste der künftigen Abbaustandorte aufgenommen. Aus dem W&O-Gebiet ist es der Standort Starkenbach II in der Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann. Mit diesem Abbauvorhaben wird die markante Kuppe südöstlich von Starkenbach I abgetragen und damit auch die Einsehbarkeit für das ganze Areal erhöht. Betroffen von diesem Abbaugebiet wäre das BLN-Objekt Speer–Churfirsten–Alvier. Das Vorhaben wird als Zwischenergebnis in den Richtplan aufgenommen, denn weitere Abklä-rungen stehen erst noch aus.

Im gleichen Status verbleibt weiterhin der umstrittene Deponiestandort Steinbruch Campiun in Sevelen.

Heini Schwendener

heini.schwendener@wundo.ch