BUCHS/GRABS/SEVELEN: Bildung für Ladakhs Kinder

«Solidarität für eine Welt» unterstützt dieses Jahr den Bau eines Gebäudes in der Ortschaft Spituk im ehemaligen Königreich Ladakh im indischen Himalaja-Gebiet.

Hanspeter Thurnherr
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Kindergarten in Spituk: Die Kleinen profitieren, weil durch das Projekt ihre Lehrpersonen bessere Ausbildungsmöglichkeiten erhalten und deren Löhne gesichert werden. (Bild: PD)

Kindergarten in Spituk: Die Kleinen profitieren, weil durch das Projekt ihre Lehrpersonen bessere Ausbildungsmöglichkeiten erhalten und deren Löhne gesichert werden. (Bild: PD)

Hanspeter Thurnherr

hanspeter.thurnherr@wundo.ch

Dieses Jahr steht die Sammel­aktion von «Solidarität für eine Welt» unter dem Motto «Bildung für Ladakhs Kinder». Dabei wird ein Projekt der Schweizer Organisation «Aktion Ladakh» unterstützt. Diese Organisation wurde 1997 gegründet und arbeitet bis heute in den drei Dörfern Phey, Nimoo und Spituk. Zusammen mit den einheimischen Lehr­personen entwickelt sie Ideen zum praktischen Unterrichten in Kindergarten und Unterschule. Das Ziel ist, die Dorfschulen zu erhalten und den Kindern einen qualitativ guten Unterricht anzubieten. Schweizer Volontäre/Volontärinnen unterstützen im Sommer die lokalen Lehrpersonen im methodisch-pädagogischen Bereich. Unter anderen waren Hildegard Kühnis, Buchs, und Michèle Laudenbach, Gams, in dieser Funktion im Jahr 2005 und 2013 dort im Einsatz.

Mieteinnahmen finanzieren Löhne der Lehrkräfte

Die «Aktion Ladakh» möchte erreichen, dass die Lehrpersonen an den drei Kindergärten auch ohne Unterstützung aus der Schweiz die Unterrichtsqualität halten können und sich stetig weiterbilden und untereinander austauschen. Die Organisation freut sich, festzustellen, dass die Kinder durch das spielerische Vermitteln des Stoffs mit grosser Freude den Kindergarten be­suchen. Von den Primarlehr­kräften bekommen sie die Rückmeldung, dass die Kinder aus diesen Kindergärten den Übergang in die Primarschule mit Leichtigkeit schaffen.

Die «Aktion Ladakh» unterstützt die drei Schulen auch ­finanziell. In Absprache mit den ladakhischen Partnern löst sie sich nun in Bezug auf die Lehrerlöhne schrittweise ab, um den Dörfern Unabhängigkeit zu ermöglichen. Im Dorf Spituk ist die Idee entwickelt worden, durch den Bau eines Gebäudes, dessen Räume vermietet werden können, zu den benötigten Einnahmen zu kommen, um in Zukunft die Lehrerlöhne selber zu berappen. Der Plan von Spituk ist sehr ausgereift und gut durchdacht. Da im Dorf eine grosse Militärbasis stationiert ist und die Offiziere ihre Familien oft mitnehmen, ist die Idee der Vermietung der neuen Räume realistisch. Ein Teil der Räumlichkeiten soll zugleich für die Weiterbildung von Lehrpersonen genutzt werden.

Mit dem Bau bereits begonnen

Obwohl die Dorfbewohner aktiv nach verschiedenen Geldquellen suchen, die den Bau des Gebäudes ermöglichen, wird er ohne Hilfe aus der Schweiz nicht verwirklicht werden können. In diesem Sommer hat der Bau mit den bereits vorhandenen Mitteln begonnen. Im Augenblick wird das ­Parterre gebaut, sodass es möglich sein sollte, dass die geplanten Räume im Jahr 2018 bereit sind und das Dorf auf Einnahmen zählen kann. Damit wäre das Ziel der «Aktion Ladakh» erreicht: Hilfe zur Selbsthilfe.

«Solidarität für eine Welt» ­informiert über das Projekt am Samstag, 2. Dezember 2017, am Chlaus- und Weihnachtsmarkt in Grabs sowie in den vom Chor Contigo mit­gestalteten Gottesdiensten am Samstag/Sonntag, 2./3. ­Dezember. Das Opfer wird zu Gunsten der Aktion aufgenommen.