Buchser war als Berufsbildner in Ruanda im Einsatz

BUCHS. Peter Keller, Prorektor des Berufsbildungszentrums bzb, stand zwischen September und November im ostafrikanischen Land Ruanda für die Stiftung Swisscontact im Einsatz. Die Stiftung hilft dort, eine solide Berufsbildung aufzubauen.

Hanspeter Thurnherr
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Ruandische Schulleiter nehmen den Schweizer Gast Peter Keller in ihre Mitte. (Bild: pd)

Ruandische Schulleiter nehmen den Schweizer Gast Peter Keller in ihre Mitte. (Bild: pd)

BUCHS. Peter Keller, Prorektor des Berufsbildungszentrums bzb, stand zwischen September und November im ostafrikanischen Land Ruanda für die Stiftung Swisscontact im Einsatz. Die Stiftung hilft dort, eine solide Berufsbildung aufzubauen. Finanziert wird das Projekt durch den Bund über die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit Deza.

Peter Keller coachte in der Western Province, östlich des Kivu-Sees, Schulleiter von Berufsschulen und unterstützte sie in der Führung und Organisation. Zudem hatte er das Glück, an einem grossen Symposium zur Berufsbildung teilnehmen zu können, das Experten aus rund 20 afrikanischen Ländern zusammenführte.

Vision in der Berufsbildung

Ruandas Präsident Paul Kagame machte in den letzten Wochen weltweit Schlagzeilen mit einer Verfassungsabstimmung, die ihm weiterhin die Präsidentschaft sichern soll. Während im Nachbarland Burundi die gleiche Grundsatzfrage zu grossen Spannungen führt und das Land an den Rand eines Bürgerkriegs bringt, scheint die Sache in Ruanda relativ problemlos auszugehen. Denn die Bevölkerung sprach sich deutlich für die Verfassungsänderung aus. Damit kann Kagame weiterhin seine «Vision 2020» verfolgen. Mit deren Umsetzung will er unter anderem erreichen, dass 60 Prozent der Jugendlichen eine Berufsbildung absolvieren können. Das Land erhält für dieses Vorhaben Unterstützung aus Asien und Europa – auch aus der Schweiz. Ruanda erreichte 1994traurige «Berühmtheit», als beim Genozid innert rund 100 Tagen jenach Quelle zwischen 800 000 undmehr als eine Million Menschen getötet wurden,die meisten davonvon der Minderheit der Tutsi.

Eindrücke und Erfahrungen

Im Interview mit dem W&O erzählt Peter Keller, was davon noch spürbar ist und wie die Bevölkerung in Ruanda mit ihrer Vergangenheit umgeht. Aber auch wie er Land und Leute erlebte, welche Erkenntnisse er für die Berufsbildung in der Schweiz gewann und was er auch persönlich an Erfahrungen und Eindrücken mit ins Werdenberg mitbrachte. ?LOKAL 5

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