Buchser Violinistin glänzte auf der Bühne mit Gefühl und Kraft

SCHAAN/BUCHS. Getreu dem traditionellen Motto «SOL im SAL – Saal ist voll» begeisterten das Sinfonieorchester Liechtenstein (SOL) vor dem österreichischen Dirigent Florian Krumpöck am Dienstagabend die vielzähligen Zuhörer des Freundeskreis-Konzertes.

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Der Auftritt in der Heimat war für sie ein besonderer Genuss: Die Werdenberger Violinistin Ariana Puhar am Konzertabend in Schaan. (Bild: sdb)

Der Auftritt in der Heimat war für sie ein besonderer Genuss: Die Werdenberger Violinistin Ariana Puhar am Konzertabend in Schaan. (Bild: sdb)

SCHAAN/BUCHS. Getreu dem traditionellen Motto «SOL im SAL – Saal ist voll» begeisterten das Sinfonieorchester Liechtenstein (SOL) vor dem österreichischen Dirigent Florian Krumpöck am Dienstagabend die vielzähligen Zuhörer des Freundeskreis-Konzertes. Dabei wurde es dem SOL zur Ehre, das Konzert mit der mehrfach preisgekrönten, gerade einmal 15 Jahre alten Violinistin Ariana Puhar aus Buchs sowie der im Jahr 2011 vom BBC Music Magazine als «Newcomer of the Year» ausgezeichneten Pianistin Ivana Gavric-Huys zu gestalten.

Herzhaft und schön

Auf dem Programm des Konzertabends standen die an Shakespeares Komödie anlehnende Konzert-Ouverture «Ein Sommernachtstraum» sowie eine Komposition für Violine und Orchester von Felix Mendelssohn Bartholdy und eine Komposition für Klavier und Orchester des norwegischen Komponisten Edvard Grieg.

Das herzhafte Engagement und der volle Einsatz der gut 50 Orchestermitglieder sowie des Dirigenten Florian Krumpöck war am Dienstagabend hör-, seh- und fühlbar. Die Musik in ihrer faszinierendsten Form zeigte sich an den Mitgliedern des Sinfonieorchesters, welche das Gefühl von gelebter Musik auf atemberaubende Weise und in Form von ergreifenden Klängen an die Zuhörer weitergaben. Mit ihrer Darstellung der vorgetragenen Stücke erzählte das Sinfonieorchester Liechtenstein eine Geschichte, wie sie die klassische Musik nicht schöner hätte schreiben können.

Weltstar zu Gast

Das Stück «Ein Sommernachtstraum», welches «klassische Form mit romantischem Gehalt auf vollendete Art verbindet», stellt das Meisterwerk des damals 17jährigen Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy dar und stimmte somit kunsthistorisch gesehen auf den folgenden Auftritt der hochbegabten, 15jährigen Ariana Puhar ein. Die junge Werdenberger Musikerin, welche neben vielen Auftritten auch als Konzertmeisterin der Konsi Strings Zürich fungiert, glänzte auf der Bühne und schien für ihren Auftritt wie geschaffen.

Nach einer kurzen Umgestaltung erhellten im Anschluss an den atemberaubenden Auftritt des Jungtalentes Puhar bewegende Klaviertöne den Saal. Im Laufe der kraftvollen Vorstellung der als «Rising Star» und «One to Watch» gekrönten, britischen Pianistin Ivana Gavric-Huys flogen deren Hände bisweilen nur so über die Tastatur, während sie an anderen Stellen geradeso sanft darüber zu schweben schienen. (jbe)