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BUCHS/BALZERS: «Vater hat mich zur Musik gebracht»

Der 26-jährige Daniel Büchel singt ab morgen in der neuen Produktion der Operettenbühne Balzers. Sein Vorbild und Lehrer ist gleichzeitig sein Vater: Sänger und Gesangslehrer Christian Büchel aus Buchs.
Alexandra Gächter

Alexandra Gächter

alexandra.gaechter

@wundo.ch

Bei einer Operetten-Produktion haben sich Daniel Büchels Eltern kennen gelernt. Kein Wunder, begann der 26-jährige Sohn ebenfalls zu singen. Im Kinderchor von Regula Gschwend, der Mutter von Sopranistin Anna Gschwend, sang Daniel Büchel bereits mit sieben Jahren. Sein erster Auftritt hatte er kurz darauf bei den Werdenberger Schloss-Festspielen in «Carmen» und später in «Tosca». Ebenfalls sang er in den Musicals «Blues Brothers», «Der Zauberer von Oz» und «Pink Panther». Sein Gesangslehrer war und ist neben externen Lehrern der Buchser Sänger Christian Büchel, der gleichzeitig sein Vater ist. «Mein Vater hat mich zur Musik gebracht. Wenn man zu Hause einen Musiklehrer hat, muss man ihn ja nutzen. Zudem ist mein Vater mein Vorbild», sagt Daniel Büchel. Um die Musik zu seinem Beruf zu machen, besuchte er nach der Sekundarschule das Musikgymnasium in Feldkirch. Nach zwei Jahren wechselte er vom Hauptfach Fagott zum Gesang, weil ihm das mehr zusagte.

Dreimal die Aufnahme- prüfung bestanden

Nach der Matura entschied sich Daniel Büchel an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien (MDW) Gesang zu studieren. «Wien ist extrem schön und meine Lieblingsstadt. Deshalb habe ich mich für Wien entschieden», so Büchel. Er habe neben dem Schloss Schönbrunn gewohnt. Genau genommen war er aber «nur» ausserordentlicher Student dort. Er bestand die Aufnahmeprüfung und durfte in den Unterricht, konnte aber keinen Abschluss machen. «Die MDW nimmt von 600 Bewerbern nur 45 offiziell auf – vorzugsweise Österreicher.» So kam es, dass Daniel Büchel drei Jahre in Folge zur Aufnahmeprüfung antrat und sie jeweils bestand, aber auf der Warteliste geführt wurde.

Als er nach der dritten Aufnahmeprüfung und 2 ? Jahren Musikstudium als inoffizieller Student immer noch auf der Warteliste war, brach er das Studium ab. «Vielleicht ist es Schicksal, dass es so gekommen ist», sagt Büchel. Also schrieb er sich an der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg ein. Mittlerweile hat er bereits fünf Semester absolviert. Sein neues Ziel: Lehrer werden. «Ich habe soeben ein Praktikum abgeschlossen und es gefällt mir extrem gut. Vom Abschluss trennt ihn nur noch ein Semester. Sein Traum ist, am Musikgymnasium in Liechtenstein zu unterrichten oder an der Pädagogischen Hochschule (PH) in Feldkirch künftige Lehrer ausbilden. «Das Team bei der PH ist super», so Büchel.

Gleiches sagt er über das Ensemble der Operettenbühne Balzers. Vor etwas weniger als zehn Jahren sang er dort erstmals im Chor und hatte eine kleine Nebenrolle inne. Es folgten Auftritte bei den Bregenzer Festspielen und der Liechtenstein Musical Company (LMC).

Möchte Gunst der Witwe gewinnen

In der neuesten Produktion der Operette Balzers «Die lustige Witwe» ist Daniel Büchel in einer Solistenrolle zu sehen. Raoul de Saint-Brioche, so heisst seine verkörperte Figur, möchte das Herz der lustigen Witwe gewinnen – nicht der Liebe, sondern des Geldes wegen. Denn die Witwe Hanna Glawari hat von ihrem Mann ein beträchtliches Vermögen geerbt. Es geht das Gerücht um, dass die charmante Witwe wieder heiraten möchte. Da Vicomte Cascada das gleiche Ziel verfolgt wie Raoul de Saint-Brioche, kommt es zum Wettstreit der Beiden. «Das ist extrem lustig. Wir sind wie zwei kleine Kinder, die unbedingt das gleiche Spielzeug wollen. Mit meinem Schauspielkollegen kann ich mich auf der Bühne ausleben. Wir ergänzen uns sehr gut.»

Vergangenen Herbst begannen die Proben. Erst traf sich der Chor einmal im Monat, dann einmal in der Woche. Anfang November 2017 kamen die szenischen Proben hinzu. «Die Proben sind streng, aber sie bringen uns vorwärts und sind immer wieder lustig.» Das oft gehörte «die Theatercrew ist wie eine Familie» trifft bei Daniel Büchel in besonderem Masse zu. Seine Mutter singt im Chor und seine Freundin tanzt im Ballett der Operette Balzers. Daneben wirken viele Freunde und Bekannte von Daniel Büchel mit.

Aus dem Werdenberg stehen folgende Personen auf der Bühne: Cornelia Leone, Grabs (Sprechrolle und Chor), Akiko Cordoba, Buchs, Andela Smuc, Buchs und Ingrid Büchel, Buchs (alle Chor), Dominique Rupf, Buchs und Gianni Notari, Buchs (beide Ballett).

«Die lustige Witwe, Operettenbühne Balzers: Premiere, Samstag, 27. Januar, 19.30 Uhr, weitere Vorführungen bis 10. März

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