BUCHS/ALT ST. JOHANN: Leibeigene bis 1437, später Auswanderer

Chris Rohrer aus den USA besuchte letzte Woche das Werdenberg, um mehr über seine Ahnen zu erfahren, die im 19. Jahrhundert ausgewandert sind.

Katharina Rutz
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Katharina Rutz

katharina.rutz@wundo.ch

Im Jahre 1437 kaufte sich ein ­gewisser Konrad Rohrer aus der Leibeigenschaft eines Ulrich von Sant Johann frei. Damit begründete er den Stammbaum der ­Familie Rohrer als Bürger von Buchs. Dieser Konrad Rohrer kaufte sich nämlich einige Jahre später eine Liegenschaft im Buchser Ortsteil Altendorf.

Der Name Rohrer ist auch heute noch weit verbreitet in der Region Werdenberg. Doch auch in Salt Lake City im amerikanischen Bundesstaat Utah gibt es einen Rohrer, genauer gesagt Chris Rohrer. Er stammt von eben diesem Leibeigenen ab. Generationen später wanderte nämlich dessen Nachfahre Joseph Christian Rohrer im Jahr 1866 von Buchs nach Amerika aus. ­Genauer gesagt wurde er ein ­«homesteader» in Kansas. Er zählte also zu den vielen Siedlern, die sich im 19. Jahrhundert auf Staatsland eine neue Existenz als Farmer aufbauten.

Ahnenforschung im Werdenberg

Sein Ururenkel Chris Rohrer ­wiederum nahm seinen 60. Geburtstag dieses Jahr zum Anlass, nach seinen Wurzeln zu forschen. Auf der Italienreise mit seiner Frau Barbara plante er deshalb letzte Woche einen Abstecher in die Region Werdenberg und Obertoggenburg ein. Unter der kundigen Führung von Hanna Rauber von der Historisch-Heimatkundlichen Vereinigung der Region Werdenberg erkundete das Ehepaar das Kloster Alt St. Johann, studierte alte Stammbaumdokumente der Rohrers und besuchte das Altendorf in Buchs. 7

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