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BUCHS: Zwölfmal Kreativität und junge Innovation

Zum 13. Mal wurde der kantonale Jugendprojekt-Wettbewerb durchgeführt. Heuer kämpften zwölf Finalisten auf der Bühne in der Aula Flös um den Sieg. Der zweite Platz ging nach Buchs, eine Anerkennung nach Oberschan.
Erhielt einen Anerkennungspreis: Samuel Sätteli aus Oberschan mit einem mobilen Whirlpool. (Bild: Julia Kaufmann)

Erhielt einen Anerkennungspreis: Samuel Sätteli aus Oberschan mit einem mobilen Whirlpool. (Bild: Julia Kaufmann)

Die Projekte am diesjährigen grossen Final des Jugendprojekt-Wettbewerbs hätten unterschiedlicher nicht sein können, dennoch verband sie eines: Die ­Jugendlichen, die hinter der Planung und Organisation der Ideen standen, waren voller Motivation und Elan, die Juroren beeindrucken zu können. Vorab waren insgesamt 23 Projekte eingereicht worden, von denen die sechs-köpfige Jury anhand der Projektdokumentation jene zwölf aussuchten, die am Final teilnehmen durften. Durch die Auswahl der Juroren kam eine grosse Themenvielfalt zu Stande: Theaterstücke, Filmproduktionen, ein ­Jugendmagazin, Ausstellungen, ein mobiler Whirlpool und auch Projekte für Bildung waren unter anderem mit am Start.

Nach einem rundum gelungenen und kurzweiligen Abend standen nach gut drei Stunden die Gewinner fest: «d(ich) – das Jugendmagazin» aus St. Gallen und Montlingen unter der Leitung von Richa Huber. Den zweiten Platz erreichten Jugendliche aus Buchs, die sich in den vergangenen Jahren für einen Jugendpark in Buchs stark machten. Er soll ein Treffpunkt sein, an dem sich Jugendliche in ihrer Freizeit aufhalten können und ihnen unterschiedliche Teilbereiche zur Verfügung stehen, in denen sie sinnvollen Beschäftigungen nachgehen können. Der Park ist öffentlich nutzbar und wird in zentraler Lage am Bunkerweg gebaut. Während der Präsentation zeigten die Buchser die Geschichte über die Entstehung der Idee anhand eines Schauspiels auf.

Hinter dem Projekt «Jugendpark Buchs» klassierte sich der Verein «Kunstkiosk» mit seinem Jugendprojekt namens «Post ab!».

Wertvolle Erfahrungen und Anerkennung gesammelt

Der Jugendprojekt Wettbewerb ist mittlerweile zu einem beliebten und etablierten Anlass geworden. Die Jugendlichen erhalten dabei eine Plattform, ihre Ideen einem breiten Publikum präsentieren zu können und dafür mit lukrativen Preisen belohnt zu werden. Zudem verfolgt die Veranstaltung einen weiteren Zweck, wie OK-Mitglied Richi Küttel am Samstag sagte: «Wir wollen der Öffentlichkeit zeigen, dass viele Jugendliche etwas Sinnvolles mit ihrer Freizeit anfangen und sich in vielen Bereichen engagieren. Dem negativen Bild gegenüber jungen Erwachsenen soll so die Stirn geboten werden.»

Durch den Austausch mit anderen kreativen Jugendlichen konnten sie ihren Ideenreichtum erweitern und neue Freundschaften knüpfen. Ausserdem mussten die Teilnehmergruppen während ihrer Präsentationen und deren Planung Teamgeist zeigen und Verantwortung übernehmen. «Die Jugendlichen können in ­diesem Prozess ebenfalls viele wichtige Eindrücke gewinnen. Ich bin wieder einmal überrascht, wie gut die Projekte in diesem Jahr waren», so Küttel.

Auch Jury-Mitglied Mirjam Schegg, Amt für Soziales des Kantons St. Gallen, war vom Anlass begeistert: «Dieser Abend ist etwas Spezielles. Wir kannten ­bereits die Dokumentationen der Projekte, nicht aber die Jugendlichen selbst, die dahinter stehen. Wir sind sehr gespannt, was sie sich für die Präsentationen ausgedacht haben.»

An eigene Ideen geglaubt und ihre Ziele verfolgt

Enttäuscht wurden die sechs ­Juroren schliesslich nicht. Im Gegenteil. Durch das hohe Niveau der Projekte ist ihnen die Entscheidung gar schwer gefallen. Denn für die Präsentationen haben sich die zwölf Projektgruppen noch einmal richtig ins Zeug gelegt. Sie zeigten Filmausschnitte, glänzten mit informativen Präsentationen mit Bildern und Fakten oder führten gar ein Schauspiel auf, sangen und tanzten.

Besonders kreativ und vor ­allem etwas noch nie Dagewesenes war der mobile Whirlpool von Samuel Sätteli aus Oberschan. Mit vielen Arbeitsstunden, harter Arbeit und der Hilfe einiger seiner Freunde gelang es Sätteli, aus einem Güllefass einen ansehnlichen Whirlpool inklusive Lichteffekten zu zaubern. Für seine erbrachte Leistung erhielt er einen Anerkennungspreis.

«Viele grosse Ideen fanden ihren Ursprung in irgendeiner Garage. Ein gutes Beispiel dafür ist Apple-Erfinder Steve Jobs», sagte Daniel Gut, Stadtpräsident von Buchs. Damit wollte er den Jugendlichen eine wichtige Botschaft mit auf den Weg geben: «Glaubt an euch, eure Ideen und Träume. Auch wenn es schwierig ist, bleibt standhaft. Denn es ­haben bereits viele junge Erwachsene, die dies beherzigt haben, die Welt mit ihren Visionen verändert», so Gut abschliessend.

Julia Kaufmann

redaktion@wundo.ch

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