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BUCHS: Zwischen Form und Funktion

Mit dem Zürcher Künstler Bruno Streich und der Ausstellung «satellite 23» beschliesst das Museümli die Kunstsaison.
Bruno Streich, Künstler und Fachmann über Raumfahrt, Flugzeugstatik und Leichtbau, zeigt im Museümli Überraschendes. (Bild: PD)

Bruno Streich, Künstler und Fachmann über Raumfahrt, Flugzeugstatik und Leichtbau, zeigt im Museümli Überraschendes. (Bild: PD)

Am kommenden Samstag, 28. Oktober – Vernissage um 10 Uhr, ­Finissage um 18 Uhr –, lädt das Museümli an der Altendorferstrasse (bei der Mühle Senn) in diesem Jahr zum letzten Mal zu einer Ausstellung. Es gibt Menschen, mit denen versiegt der Gesprächsstoff, kaum hat man die Unter­haltung begonnen. Es gibt aber auch Menschen, denen möchte man viele Fragen stellen. So ein Mensch ist Bruno Streich.

Je länger man sich mit ihm unterhält, und je mehr man in ­seine Welt eintaucht, desto mehr Fragen tun sich auf, und desto mehr interessieren die Ant­worten. Die Frage zum Beispiel, wie es kommt, dass einer, der ein Ingenieurstudium an der ETH absolviert und als Forschungs­assistent am Institut für Leichtbau und Flugzeugstatistik gearbeitet hat, zum Künstler wird? Oder: wie man Skulpturen an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Kunst erschafft? Oder: Wie er sein Vorhaben umsetzen will, den Betrachter sein Werk nicht nur sehen, sondern auch spüren zu lassen?

Grossformatig und interaktiv

Doch was wäre einer für ein Künstler, der dem Menschen Antworten liefert, bevor dieser überhaupt die Möglichkeit hatte, in seine Kunst einzutauchen? «Gerne überlasse ich dem Betrachter die Hoheit der Interpretationsfreiheit», lautet Streichs Antwort auf diese Frage. Seine Arbeiten basieren auf dem Fachwissen über Raumfahrt, Flugzeugstatik und Leichtbau. Soviel sei verraten. Und, dass es das Lustvolle ist, das für ihn zählt, auch bei der Wahl der Örtlichkeiten, an denen er seine Werke ausstellt. Dass die Lust, im Museümli auszustellen, gross ist, beweist die Tatsache, dass nicht mehr als ein E-Mail notwendig war, um den Zuschlag für eine von vier Kunstausstellungen im 2017 zu bekommen.

Es waren aber nicht nur die Kuratoren des ehemaligen Generatoren-Häuschens spontan von Streichs Schaffen angetan. Auch umgekehrt funktionierte die Zuneigung. «Die Bilder, die ich im Internet gesehen habe, haben mich überzeugt», sagt Streich, der das Kleinstmuseum als ganz besonders bezeichnet – «die Aura von früher gefällt mir, aber auch das Kleine, Komplexe.» Wer sich nun auch etwas «Kleines, Komplexes» vorstellt unter der Skulptur, die Bruno Streich im Museümli ausstellen wird, dürfte überrascht werden. So beschreibt der Künstler, der in Freienstein lebt und seit 2008 dort auch seiner künstlerischen Tätigkeit nachgeht, sein Werk aus der Reihe «satellites» als «grossformatige, interaktive skulpturale Reduktionen in einer Zwischenwelt zwischen Form und Funktion». (pd)

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