BUCHS: Zehn Jahre ebneten den Weg für das Institut

Derzeit wird die Energiewende 2050 intensiv und teils kontrovers diskutiert. In diesem Umfeld bewegt sich das Institut für Energiesysteme an der NTB. Das Ziel kann mit gemeinsamer Energie erreicht werden.

Heidy Beyeler
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An der Jubiläumsfeier gab es viele aufmerksame Personen im Hörsaal. (Bild: Heidy Beyeler)

An der Jubiläumsfeier gab es viele aufmerksame Personen im Hörsaal. (Bild: Heidy Beyeler)

Mit dem Slogan «Wir bringen Ihr Projekt mit Energie voran», lud das Institut für Energiesysteme IES zusammen mit dem Förderverein IES Partner, Kunden und Interessierte zum 10-Jahr-Jubi­läum an die Hochschule NTB ein. Rektor Lothar Ritter ist stolz darauf, was das Institut geleistet hat und auch weiterhin leisten wird. «Das IES ist aktiv tätig mit täg­lichen Leistungen in allen Be­reichen, die die Hochschule anbieten darf und muss. Es hat auch einen exklusiven Status, sagte Ritter zur Begrüssung.

Alles begann 1973 mit der Wärmepumpentechnik

Über die Anfänge der Kälte- und Wärmepumpentechnik an der damaligen Fachhochschule für Technik Buchs berichtete Max Ehrbar, der insbesondere die Wärmepumpentechnik weit über die Grenzen der Schweiz hinaus prägte. Bereits seit 1972 war er Dozent und 1983 wurde zum Professor berufen. Vorgängig wurden 1980 die ersten Forschungsprojekte zum Thema Wärmepumpen angestossen. Als 1995 das Fachhochschulgesetz in Kraft trat, wurde alles umgedreht. «Was früher fast verpönt war, wurde plötzlich zum Muss.»

Ein wichtiger Schritt im Bereich Forschung und Energie­systeme sei sicher 1998 gewesen, als die ersten Austauschstudenten von der NTB zur Ausbildung bei ausländischen Unis aufgenommen wurden, zum Beispiel in Amerika, Australien, Neuseeland wie auch an der Technischen Hochschule Graz. Das sei sehr erfolgreich ­gewesen.

Die Energiewende hat im Rheintal schon begonnen

«Ich werde euch die Energie­wende nicht in zehn Minuten erklären können», sagte Urs Brunner, Präsident des Fördervereins IES, schmunzelnd zu Beginn seines Kurzreferates. «Wir sollten uns aber zur Diskussion der Energiewende wieder zusammenfinden», sagte er im Hinblick darauf, dass im Hörsaal doch etliche Vertreter der Politik und Unternehmer ­sassen. «Nur gemeinsam werden wir die Energiewende schaffen.» Aber, wie man den Medien entnehmen könne, gebe es momentan nur zwei Seiten: die schwarze ­Seite und die grüne Seite. Anscheinend sei die schwarze Seite, wie sie heute gelernt werde, sehr negativ und die grüne die Zukunft, «diese wird es geben», sagt Brunner zuversichtlich. Im Rheintal habe die Energiewende schon begonnen.

Und dann stellte Brunner eine interessante Frage: «Wie soll die Politik Entscheidungen treffen können, wenn der Spezialist etwas anderes sagt?» Hier müsse es in Zukunft vermehrt ein Mit­einander geben. Die Vorgaben für 2050 sind gesetzt, und die sollen auch erreicht werden, aber wie? Das werde sich dann schon entwickeln, sagen Optimisten. «Die anwesenden Unternehmer werden allerdings mit einem ­solchen Businessplan von keiner Bank Gelder bekommen», sagte Brunner und machte klar, dass ein gemeinsames zukünftiges Vorgehen zur Energiewende unumgänglich ist.

Heidy Beyeler

redaktion@wundo.ch