BUCHS: Vortrag wühlte auf

Eine Juristin der Heks-Rechtsberatungsstelle für Asyl­suchende referierte beim Frauenbund über ihre tägliche Arbeit.

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Teilnehmerinnen im Austausch mit Juristin Esther Potztatl von der Heks-Rechtsberatungsstelle SGA. (Bild: PD)

Teilnehmerinnen im Austausch mit Juristin Esther Potztatl von der Heks-Rechtsberatungsstelle SGA. (Bild: PD)

Der Katholische Frauenbund St. Gallen-Appenzell übernahm das SKF-Verbandsthema «make up! mit Flüchtlingen» für die diesjährigen Herbstimpulse. Eine Juristin der Heks-Rechtsberatungsstelle für Asylsuchende St. Gallen/Appenzell referierte über ihre tägliche Arbeit und über den Ablauf von der Ankunft der Asylsuchenden bis zur Abwicklung der Gesuche.

Angekommen in der Schweiz beantragen Geflüchtete ein Gesuch um Asyl. Dabei sind die Gesuchsteller in aller Regel weder mit der Sprache noch den Lebensverhältnissen und überhaupt nicht mit dem Schweizer Rechtssystem vertraut, hiess es im Vortrag. Während des Aufnahmeprozesses erhalten die Asyl­suchenden von der Heks- Rechtsberatungsstelle neutrale Beratung und werden im Asylverfahren professionell begleitet. In besonders komplexen Fällen werden anwaltschaftliche Mandate übernommen.

Spannende Fragen und ein Apéro

In der Schweiz sind rund 120000 Personen als Flüchtlinge regis­triert, hiess es weiter im Vortrag. Je nach Ausgang des Verfahrens erhalten Asylsuchende einen unterschiedlichen rechtlichen Status. Diese Unterschiede beziehen sich auf die Möglichkeit, die Familie in die Schweiz nachzuholen, die Bewegungsfreiheit, aber auch auf die Höhe der Sozialhilfeunterstützung.

Das Vortragsthema interessierte und wühlte auf. Sind Asylgründe immer echt? – Welche ­Sozialhilfe erhalten Flüchtlinge? – Werden frauenspezifische Fluchtgründe anerkannt? Die Referentin stellte sich diesen unterschiedlichen, spannenden Fragen in der Schlussrunde. Die Frauengemeinschaft Buchs – Gastgeberin vor Ort für den Anlass – lud danach bei einem Apéro zum Austausch ein. (pd)