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BUCHS: Unterstützung für Pioniere

Medizingerätehersteller Imtmedical hat ein Beatmungsgerät für ein Lungen- perfusionsgerät hergestellt. Dieses wurde von einem kanadischen Start-up entwickelt.
Teil des Gerätes der kanadischen Firma XOR Labs ist das bellavista-Beatmungsgerät der Buchser Firma imtmedical, das Spenderlungen während der Wiederherstellung mit Sauerstoff versorgt. (Bild: PD)

Teil des Gerätes der kanadischen Firma XOR Labs ist das bellavista-Beatmungsgerät der Buchser Firma imtmedical, das Spenderlungen während der Wiederherstellung mit Sauerstoff versorgt. (Bild: PD)

Derzeit entwickelt das kanadische Start-up XOR Labs ein sogenanntes Ex Vivo Lungenperfusionsgerät. Damit lassen sich Spenderlungen vor einer Transplantation behandeln, womit die Zahl der verwendbaren Organe deutlich steigt. Teil dieses Apparates ist ein Beatmungsgerät des Schweizer Medizingeräteher-stellers imtmedical.

Weltweit warten unzählige Menschen auf eine Organtransplantation. Was viele nicht wissen: Nur ein Bruchteil der verfügbaren Spenderlungen eignet sich für eine Transplantation. Um diese Zahl deutlich zu erhöhen, hat das kanadische Unternehmen XOR Labs, ein Ableger des Toronto General Hospital, das Verfahren der Ex Vivo Lungenperfusion (EVLP) deutlich weiterentwickelt. Mit dieser Methode werden Spenderlungen vor der Transplantation ausserhalb des Körpers (ex vivo) mit einer Nährstofflösung durchspült (perfusiert) und an ein Beatmungsgerät angeschlossen.

Deutlich mehr verfügbare Spenderlungen

Da sich die Organe ausserhalb eines menschlichen Körper befinden, ist es möglich, die Durchspülungs- und Beatmungsbedingungen im Hinblick auf die Wiederherstellung zu optimieren. Darüber hinaus können Spenderlungen bei der EVLP leichter beurteilt werden, um die Eignung für eine Transplantation festzustellen und die Sicherheit dieser herausfordernden Operation zu erhöhen. Spenderlungen, die ohne diese Behandlung ungeeignet gewesen wären, können nun transplantiert werden, wenn sie sich während des Prozesses bewähren. Im Toronto General Hospital, das dieses Verfahren mittlerweile bei einem Drittel der Fälle verwendet, konnte über die letzten fünf Jahre pro Jahr eine Zunahme der verfügbaren Spenderlungen um 20 Prozent erreicht werden. XOR Labs geht davon aus, dass dieses Wachstum längerfristig deutlich gesteigert werden kann.

Riesiger Erfolg für das Schweizer Unternehmen

Derzeit produziert das kanadische Unternehmen eine erste Prototypenserie eines kompletten EVLP-Gerätes. Für die Herstellung verwendet XOR Labs bellavista-Beatmungsgeräte des Schweizer Unternehmens imtmedical, das seinen Hauptsitz im st. gallischen Buchs hat. «Die Tatsache, dass imtmedical vergleichsweise klein und daher flexibler ist, passt sehr gut zu unseren Bedürfnissen», wird Tom Waddell, CEO von XOR Labs, in einer Medienmitteilung in Zusammenhang mit der Kooperation zitiert. Mit Koriphäen der Lungenchirurgie an diesem Verfahren zu arbeiten, ist für imtmedical ein riesiger Erfolg. «Es ist grossartig, einen Beitrag dazu leisten zu können, dass deutlich mehr Spenderlungen genutzt und dadurch Leben gerettet werden können», erklärt Harri Friberg, CEO von Imtmedical.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1999 verfolgt die Imtmedical AG ein klares Ziel – die besten medizinischen Geräte der Welt zu entwickeln. Noch heute gehören die damals produzierten medizinischen Druckluftkompressoren zum Sortiment des Unternehmens. Später kam die Entwicklung und Produktion hochpräziser Druck- und Fluss-Messgeräte hinzu, die heute eine internationale Spitzenposition als Indus­triestandard haben. Seit 2009 setzt imtmedical ihre in der Medizinbranche gesammelten Erfahrungen für die Entwicklung marktführender Beatmungsgeräte ein. Dabei verfolgt das Entwicklerteam das Ziel, Lösungen zu finden, die auch in besonders fordernden Momenten technische Perfektion und maximalen Patientenkomfort garantieren. Die imtmedical-Experten ent­wickeln und arbeiten flexibel, zielgerichtet und effizient nach internationalen Normen für die CE-Kennzeichnung und FDA-Zulassung. (pd)

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