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BUCHS: Unterführung geht wohl erst 2025 in Betrieb

Stadtpräsident Daniel Gut referierte am Wirtschaftsznüni von Wirtschaft Buchs über bauliche Verdichtung, das neue Baureglement der Stadt und den Planungsstand der Unterführung Räfis-Burgerau.
Hanspeter Thurnherr

2014 ist das Eidgenössische Raumplanungsgesetz in Kraft getreten. Zentrales Ziel ist die Siedlungsentwicklung nach innen (Verdichtung). «Das heisst: Neubauten sollen im bestehenden Hauptsiedlungsgebiet erstellt werden», verdeutlichte Stadt­präsident Daniel Gut. Für Buchs spreche, dass die bauliche Entwicklung gemäss Gesetz vor allem dort passieren soll, wo eine gute Infrastruktur (Autobahn­anschlüsse, öffentlicher Verkehr) vorhanden ist. Für die künftige Entwicklung lässt das Gesetz drei Möglichkeiten zu: die bestehenden Bauzonen verdichten, Verdichtung durch Aufzonung (Gebäude dürfen höher gebaut werden), Flächenergänzungen.

2017 muss der kantonale Richtplan beim Bund zur Ge­nehmigung eingereicht werden. Darin wurde unter anderem für jede Gemeinde prognostiziert, wie sich die Bevölkerungszahl ­voraussichtlich entwickelt. Daraus abgeleitet wurden die Bauzonen dimensioniert. Für einige Gemeinden heisst dies, dass sie ­Bauzonen zurückzonen müssen, während andere weiter neu einzonen dürfen. «Buchs kann weiter Land einzonen», sagte Gut und nannte die Gebiete. Nördlich der Langäulistrasse zwischen ARA und Eisenbahn sind 8 Hektaren als «strategisches Arbeitsplatzgebiet» vorgesehen. Bereits im Umzonungsprozess ist das Gebiet Fegeren. Langfristig könnte auch im Räfiserfeld und im Gebiet Runggels eine Einzonung in Betracht gezogen werden.

«Aufzonung ist ein schwieriger Prozess»

Eine aktuelle Umfrage bei den Buchsern Eigentümern von eingezontem Bauland zeigt, dass von den 90 Hektaren 40 Hektaren in den nächsten zehn Jahren verkauft werden sollen, 20 Hektaren wollen die Eigentümer für eigene Bauvorhaben nutzen. Gut nannte das Bahnhofareal (Baufeld 3) und das Gebiet des Teilzonen- und Überbauungsplans «Schläppli» in Räfis als Areale, wo grössere Überbauungen vorgesehen sind. Er zählte aber auch Einzelgrundstücke als Beispiel für innere Verdichtung auf.

Aufzonungen, also aus einer W2- eine W3- oder gar W4-Zone zu machen, sei ein schwieriger Prozess. Er habe auch ein gewisses Verständnis, dass Einfamilienhausbesitzer nicht unbedingt ein deutlich höheres Gebäude vor der Nase wollen. Aktuell laufe der Prozess für eine Aufzonung im Gebiet Groffeldstrasse/Birkenstrasse. Flächenergänzungen respektive Neueinzonungen sind vor allem für Industrieland aktuell (Stichwort Fegeren). Bereits im Bau ist das Projekt Räfiserfeld. «Mehr als 15 000 Einwohner sind mittelfristig wohl nicht möglich», sagte Gut.

Am 1. Oktober tritt das neue kantonale Planungs- und Bau­gesetz in Kraft. Danach haben die Gemeinden zehn Jahre Zeit, um ihre Zonenpläne und Baureglemente anzupassen. Gut machte deutlich: «Ab 1. Oktober können keine Teilzonenpläne mehr er­lassen werden und die heutigen Zonenpläne und Baureglemente bleiben in Kraft, bis dieser An­passungsprozess abgeschlossen ist.» Die Stadt prüfe, ob sie die Überführung von Gewerbe- und Industriezonen in die neuen Arbeitszonen vorziehen kann.

Die Vereinigung St. Galler Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten (VSGP) arbeite zurzeit ein Musterreglement aus. Ziel sei eine Harmonisierung. Dann würden die Baureglemente in den Gemeinden der Region Werdenberg angepasst.

Die SBB arbeiten am Vorprojekt der Doppelspur

Zum Stand der Unterführung ­Räfis-Burgerau erklärte Daniel Gut: «Bis 2013 hat die Stadt das Vorprojekt erarbeitet, die Verkehrsströme analysiert und inzwischen am idealen Standort Narzissenweg das Land erworben.» Das Projekt und die Ausführung werde in Abstimmung mit dem Ausbau der SBB-Doppelspur realisiert Gemäss heutigem Stand werde realistischerweise diese aber erst mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 in Betrieb genommen. Wie Gut ausführte, erarbeiten die SBB zurzeit das Vorprojekt und wollen es bis Ende 2018 abgeschlossen haben.

Hanspeter Thurnherr

hanspeter.thurnherr@wundo.ch

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