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Buchs und Grabs sind am meisten vom Hochwasser betroffen

REGION. Djuro Kosic und Christian Langenegger steigen die Treppe hinunter in den Keller, den sie auspumpen sollen, und öffnen die Tür. Da schwimmt in gut knöcheltiefem, sauberem Wasser eine Forelle.
Hanspeter Thurnherr
Auch die St. Gallerstrasse zwischen Buchs und Haag war zeitweise überflutet. Die Feuerwehr Grabs versucht, dem Wasser Herr zu werden. (Bild: Thomas Schwizer)

Auch die St. Gallerstrasse zwischen Buchs und Haag war zeitweise überflutet. Die Feuerwehr Grabs versucht, dem Wasser Herr zu werden. (Bild: Thomas Schwizer)

REGION. Djuro Kosic und Christian Langenegger steigen die Treppe hinunter in den Keller, den sie auspumpen sollen, und öffnen die Tür. Da schwimmt in gut knöcheltiefem, sauberem Wasser eine Forelle. Sie ist offensichtlich durch ein recht dünnes Wasserabflussrohr vom nahen Bach in den Keller geschwommen. Hier konnte sie wegen des wenig tiefen Wassers nicht richtig schwimmen. Kosic rettet sie mit einer Kehrichtschaufel, legt sie mit Wasser in einen Kübel. Ein Anwohner bringt sie zurück in den nahen Bach.

Buchs: Feuerwehr-Grosseinsatz

Für viele Bewohner in der Stadt Buchs, aber auch in Grabs und Sevelen begann der gestrige Tag nicht mit einem «Jö»-Erlebnis. Vielmehr stand ihnen das Wasser zwar nicht bis zum Hals, aber in vielen Kellern und Tiefgaragen bis weit über die Knöchel. Kurz vor zehn Uhr registrierte Marcel Senn, Kommandant der Buchser Feuerwehr, bereits über 90 Einsätze. «Und es kommen laufend neue Meldungen herein», sagte er dem W&O. Vor allem in Mehrfamilienhäuser an der Brunnenstrasse, aber auch im übrigen Stadtgebiet, mussten Tiefgaragen und Kellerräume ausgepumpt werden. So waren auch Keller im unteren Bereich der Bahnhofstrasse betroffen. Besonders hoch stand das Wasser im sonst so friedlichen Wettibach und erreichte beim Langäulikreisel sogar den unteren Brückenrand.

Nicht weit weg hatte auch die Feuerwehr Grabs im Wetti-Quartier und an der Stadtnerstrasse ihren Einsatzschwerpunkt. «Dort, aber auch andernorts im Dorf waren die Keller und Untergeschosse von einigen Einfamilienhäuser überflutet», erzählt Feuerwehrkommandant Daniel Koller. Weil viel Oberflächenwasser nachdrückte, dauerte der um 1.30 Uhr begonnene Einsatz der rund 30 Angehörigen der Feuerwehr auch tagsüber noch länger an.

Das Grubenwegli in Grabs, ein viel genutzter Wanderweg, ist weggerutscht und musste gesperrt werden.

Sevelen: Brücke gesperrt

Die Grabser wie auch ihre Kollegen in anderen W&O-Gemeinden überwachten auch die Bäche und Rechen, «um allenfalls bei Verklausungen bereit zu sein», wie es der Seveler Feuerwehrkommandant Peter Hanselmann ausdrückte. Seine Leute begannen ihren Einsatz noch am Donnerstag kurz vor Mitternacht und leisteten 27 Einsätze. Vorwiegend Keller und Tiefgaragen waren vollgelaufen. Zudem musste die Brücke an der Schildstrasse zeitweise gesperrt werden.

Sennwald: Äcker geflutet

Nur drei Einsätze mussten die Wartauer leisten. Auch sie kontrollierten die Bäche und erkannten bald, dass es hier keine Probleme geben würde, wie Kommandant Simon Stauffacher erklärte. Gar nicht im Einsatz stand die Gamser Feuerwehr. «Diesmal haben wir Glück gehabt», sagte Kommandant Philipp Kaiser.

In Sennwald trat der Werdenberger Binnenkanal über die Ufer. Der Industriebereich nahe der Autobahn wurde gesperrt. «Mit einer Lenoirsperre bewahrten wir die Unterführung Rohert weitgehend vor den Fluten. Wir leiteten das Wasser des Binnenkanals in die Äcker. So konnten wir verhindern, dass es in den Rheintaler Binnenkanal floss, was in Rüthi zu Problemen geführt hätte», erzählt Jürg Wohlwend, der Sennwalder Feuerwehrkommandant. In Haag mussten Teile seiner 30 seit 3.30 Uhr im Einsatz stehenden Leute aus einigen Objekten Wasser abpumpen.

Bewährte Schutzmassnahmen

Auch Jürg Walt, Kommandant der Feuerwehr Wildhaus-Alt St. Johann, konnte gestern für einmal entspannt Bilanz zeihen. «Die Thur und die Bäche führten extrem viel Wasser. Aber es gab keine Schäden. Wir mussten keine Keller auspumpen. Bis jetzt sind mir auch keine Erdrutsche bekannt», sagte er gestern morgen dem W&O. Damit zeige sich erneut, dass die Hochwasserschutzmassnahmen in der Gemeinde wirken, die in den letzten Jahren realisiert worden sind. ? LOKAL 8+9

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