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BUCHS: Tradition und Qualität verbunden

In der katholischen Kirche spielte am letzten Samstag Kurt Rothenberger mit seinen Musikfreunden. Seit nunmehr 15 Jahren finden sie sich zur bereits legendären «Trompetata» zusammen.
Pius Bamert
Seit 15 Jahren «Trompetata»: Eine Erfolgsgeschichte für Kurt Rothenberger und Freunde. (Bild: Pius Bamert)

Seit 15 Jahren «Trompetata»: Eine Erfolgsgeschichte für Kurt Rothenberger und Freunde. (Bild: Pius Bamert)

Pius Bamert

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«Was zum Teufel ist mir der Musik los», schrieb in den Achtzigern Urs Frauchiger, Musiksoziologie für Kenner und Liebhaber. Schon die Einladung zum jährlichen Konzert Rothenbergers zeigte auf, viel hat sich verändert seit damals. Ältere Leute, überraschend viele Mütter mit Kindern und «Jungmannschaften» wollten sich den Anlass nicht entgehen lassen. Im Programm stand «Konzert mit 14 Trompeten, Akkordeon, E-Piano und Bass». Ein Höhepunkt ist sicher der Auftritt des Multi-Instrumentalisten Markus Nauer. Er setzt sich mit seinem Akkordeon nahe ans Publikum. Es ist still, man hätte eine «Kirchenmaus» hören können. Ganz sanft und verhalten fängt das Instrument an zu «singen» irgendwie traurig, melancholisch. Doch dann kommt der Tango-Rhythmus, irgendwie verführt das Stück «Libertango» zum Mitwippen. Astor Piazzolla, der argentinische Bandoneon-Spieler hat das Stück komponiert. Es handelt von der Sehnsucht nach Freiheit und Unabhängigkeit.

Musikalische Geschichte inszeniert

Im Halbdunkeln von oben des Orgelraums herab erklingt das Trompeten-Intro zum «Slawischer Marsch», irgendein Musiker im Kirchenraum gibt mit seinem gedämpften Horn eine Antwort. Ein musikalisches Gespräch entsteht, hin und her. Dann «Tutti», alle setzten ein. Tschaikowski hat mit dieser Komposition ein hochpolitisches Werk geschrieben. Er schrieb es in den letzten Jahren des Unabhängigkeitskrieges der Serben gegen die Osmanen. Das Werk ist ein Hochgenuss, aus zwei serbischen Volksliedern hat er musikalische Geschichte geschrieben. Nach «Panis angelicus» (Engelsbrot) ein Walzer, der die Zuhörer dezent zum «Schaukeln» bringt. «Second Waltz» zieht mit. Stark betonter 3/4 Takt. Nauer, der jetzt am Piano sitzt, spielt wuchtige Oktav-Bässe. Walter Rothmund aus Schaan zupft die Saiten eines Holzbasses, sie klingen dunkel und warm, eine gute Entscheidung.

Mit dabei sind an diesem speziellen Anlass auch Kurt Rothenbergers Töchter Milena und Alessia. Seit Kindheit spielt Milena Trompete und tritt auch als Sängerin auf, wie an diesem Abend. Ihr Beitrag an diesem Abend «You raise me up» (Du ermutigst mich). Ein weltbekannter Song, der auch oft von Gospelchören gesungen wird. Alessia führte gekonnt und informativ durch das Programm des Abends. Traditionell wie jedes Jahr zum Ende des Konzerts «Triumphmarsch» aus «Aida» von Giuseppe Verdi. Schon die Bezeichnung der Art des Spielens «Maestoso-Marcia» ist schon Musik. Traditionell sind bei Rothenberg auch die Zugaben. Das Publikum dankte mit einem grossen Applaus.

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