Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

BUCHS: «Theater ist mehr als Unterhaltung»

Das Werdenberger Kleintheater Fabriggli setzt sich dafür ein, Kindern den Zugang zum Theater zu ermöglichen – auch wenn dies defizitär ist. Mit dem Theater-Lenz ist ein neues Angebot geschaffen worden.
Das Stück «Der Tag, an dem Louis gefressen wurde» für Kindergartenkinder sowie 1. und 2. Klässler wird im Rahmen des Theater-Lenz am Montag und Dienstag, je um 9.30 Uhr, im Werdenberger Kleintheater Fabriggli aufgeführt (Bild: PD)

Das Stück «Der Tag, an dem Louis gefressen wurde» für Kindergartenkinder sowie 1. und 2. Klässler wird im Rahmen des Theater-Lenz am Montag und Dienstag, je um 9.30 Uhr, im Werdenberger Kleintheater Fabriggli aufgeführt (Bild: PD)

Alexandra Gächter

Standen Gutenachtgeschichten und Theaterbesuche früher noch an der Tagesordnung, so konsumieren viele Kinder und Jugendliche heute nur noch Unterhaltung aus elektronischen Medien. Dem wirkt das Werdenberger Kleintheater Fabriggli entgegen. Mit sieben bis acht Kindertheatern pro Saison leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Kulturvermittlung. «Wir erachten es als unseren Auftrag, die Kulturform Theater den Kindern näher zu bringen», sagt Katharina Schertler Secli, Leiterin Kinderprogramm. «Wir merken, dass Lehrpersonen nicht mehr so theateraffin sind wie früher. Das ist schade, denn Theater ist mehr als nur Unterhaltung.»

Lehrpersonen in Thematik eingeführt

Um Kindern und Jugendlichen den Zugang zum Theater vermehrt zu ermöglichen, führt die Fachstelle Theater in Zusammenarbeit mit den kleinen Theaterhäusern der Region dieses Jahr erstmals den Theater-Lenz durch. Das Fabriggli ist eines von sieben Theaterhäusern, welches bei diesem Projekt involviert ist. «Da wir im Gegensatz zu anderen Kleintheatern bereits etliche Schulvorstellungen anbieten, wäre es für uns grundsätzlich nicht nötig gewesen, beim Theater-Lenz mitzumachen», so Katharina Schertler Secli. Das Fabriggli habe aber die Idee von Theater-Lenz sehr begrüsst, im ganzen Kanton St. Gallen flächendeckend Schultheater anzubieten. «Deshalb war es für uns absolut klar, dass wir bei diesem Projekt mitmachen.» Dank der langjährigen Erfahrung im Kindertheater konnte sich das Fabriggli beim Konzept von Theater-Lenz einbringen und Inputs geben. Entstanden ist eine Auswahl von drei Stücken, welche einen pädagogischen und soziologischen Wert für die entsprechende Altersgruppe bietet.

Um den Lehrpersonen die Thematik der jeweiligen Stücke näherzubringen, veranstaltete die Fachstelle Theater im Januar das Weiterbildungsangebot «Der rote Teppich». «Diese Veranstaltung wurde im Fabriggli sehr gut besucht. Die Lehrpersonen wurden sensibilisiert, wie man mit den Themen umgeht und ihnen aufgezeigt, wie man die Stücke in der Schule vor- und nachbereiten könnte.» Eröffnet wird der Theater-Lenz am kommenden Montag, um 9.30 Uhr, mit dem Stück «Der Tag, an dem Louis gefressen wurde». Kindergartenkinder sowie Schülerinnen und Schüler der 1. und 2. Klasse erleben, wie ein Monster Louis verschluckt und seine Schwester versucht, ihn zu retten. Eine turbulente Verfolgungsjagd beginnt, bei der am Ende die Kleinsten die Grössten sind. Am Dienstag, um 9.30 Uhr, wird diese Vorstellung wiederholt.

Am Mittwoch, um 10.15 Uhr, dürfen Jugendliche der 7. bis 9. Klasse das Theater «Wo ist A?» mitverfolgen. Alles beginnt mit einer Vermisstmeldung und der Frage: «Wo ist A?». Hin- und hergerissen zwischen verschiedenen Ansichten verlieren die Jugendlichen die Orientierung. Die Geschichte wirft Fragen auf «Wer oder was bildet meine Meinung?»

Am letzten Tag des Theater-Lenz im Fabriggli, am Donnerstag, um 10 Uhr, kommen Schülerinnen und Schüler der 3. bis 6. Klasse in den Genuss des Theaters «Blutsschwestern». Dabei geht es um Patchworkfamilien. Valerie und Maxi werden wider Willen Schwestern. Das Stück setzt sich auf humorvolle Weise mit den Herausforderungen auseinander, welche Patchworkfamilien für Kinder bedeuten. Die Inszenierung lenkt den Blick vor allem auf Chancen und positive Aspekte.

Kindervorstellungen sind defizitär

Voraussichtlich wird der Theater-Lenz auch nächstes Jahr wieder angeboten. Am Konzept, die ganze Saison hindurch Kindertheater anzubieten, hält das Fabriggli fest, auch wenn es finanziell nicht rentiert. «Eine Kindervorstellung ist auf jeden Fall defizitär, selbst wenn sie ausverkauft ist. Wir freuen uns dafür, dass die Kinder im Theater auf ganz vielfältige Art profitieren und fürs Leben lernen können.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.