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BUCHS: Tattoos aus Katzen- und Hundehaaren

Haare bestehen zur Hälfte aus Kohlenstoff. Das brachte einen Start-up-Unternehmer aus Buchs auf die Idee, aus den Haaren von Menschen oder Tieren individuelle Tätowierfarbe herzustellen. Die Sache polarisiert.
Tattoo-Model Makani Terror hat die Haare ihrer Katze in einem Tattoo verewigt. (Bild: PD)

Tattoo-Model Makani Terror hat die Haare ihrer Katze in einem Tattoo verewigt. (Bild: PD)

Ursula Wegstein


Es soll buchstäblich so sein wie in dem Song von Frank Sinatra «I´ve got you unter my skin»: Der Erfinder Andreas Wampl hat mit seinem Unternehmen «Skin46» in Buchs ein Verfahren patentieren lassen, das aus Menschen – oder Tierhaar Tätowierfarbe herstellt. Drei Jahre habe er nach seinen Angaben geforscht. In Kürze soll die Tattoofarbe aus den Haaren von Menschen oder von Hund, Katze, Pferd, oder jedem anderen Tier, das Haare hat, made in Buchs weltweit auf den Markt kommen.

Im Prinzip hat der Start-up- Unternehmer ein Verfahren entwickelt, das reinen Kohlenstoff aus dem Haar extrahiert und diesen mit einer farblosen Basistinte vermengt.
Aus fünf Gramm Haaren liessen sich zwei Gramm sogenannter persönlicher Kohlenstoff extrahieren, aus dem sich wiederum 25 Milliliter Tatöwierfarbe herstellen lässt.

Ob blond oder grau: Tattoofarbe immer schwarz

Sein vorheriges Unternehmen presste aus der Asche von Verstorbenen Diamanten. Da auch Haare zur Hälfte aus Kohlenstoff bestehen, kam dem Vorarlberger irgendwann die Idee, daraus Tätowierfarbe zu entwickeln. Egal, ob das verwendete Haar blond ist oder grau, und egal, ob es von einem Menschen oder von einem Tier stammt: Die Tätowierfarbe, die daraus entsteht, ist immer schwarz. Ein Fläschchen Tinte kann aus Haaren von bis zu zehn verschiedenen Menschen oder Tieren bestehen und soll 590 Franken kosten. Auch aus den Haaren von Verstorbenen lässt sich die Tinte herstellen.

Ein lebensechtes Abbild der Lieblingskatze oder der eigenen Tochter oder aus beiden zusammen aus Originalhaaren auf dem Oberarm? Die Idee schlägt ziemlich Wellen und polarisiert, wie Andreas Wampl sagt. Viele seien total begeistert, andererseits erfahre er aber auch vehemente Ablehnung gegenüber Tattoos oder Tätowierten allgemein, wie zum Beispiel die Einstellung «Jeder mit einem Tatoo ist assozial».

Eltern-Kind, Hund und Katze am häufigsten

Hauptsächlich seien es Kinder, die aus den Haaren ihrer Eltern Tattootinte herstellen liessen oder Kinder, die aus den Haaren ihrer Eltern ein Tattoo stechen liessen. Auch der Erfinder selbst hat sich aus den Haaren seiner beiden Kinder, Tattoos stechen lassen. Bei den Tieren wären es vor allem Hunde- oder Katzenhaare, aus denen jemand ein Tattoo haben möchte.

Allergie oder Krankheitsrisiken bestehen nach Aussagen des Erfinders keine. Die Skin46-
Tinte entspräche den weltweit strengsten Richtlinien für Tätowierfarbe.

Wer so etwas machen lässt, möchte damit seine tiefe Liebe, Zuneigung, vor allem aber lebenslange Verbundenheit ausdrücken, sagt der Unternehmer. Da ein Tattoo irreversibel, und damit für die Ewigkeit ist, will das aber gut überlegt sein, sagt Andreas Wampl gegenüber dem W&O.

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