Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

BUCHS: «Sport, Serien und Sex lassen sich verkaufen»

Nationalrätin Claudia Friedl referierte an der Hauptversammlung der SP Buchs über «No Billag». Stadtpräsident Daniel Gut wurde für sein Amtsjubiläum geehrt.
Referentin Claudia Friedl, Nationalrätin. (Bild: PD)

Referentin Claudia Friedl, Nationalrätin. (Bild: PD)

Die diesjährige Hauptversammlung der Sozialdemokratischen Partei (SP) Sektion Buchs ging zügig vonstatten. Es standen keine Wahlen an und die üblichen Geschäfte gaben zu keinen Diskussionen Anlass.

Beim Traktandum Ehrungen überreichten die Co-Präsidentinnen der Partei, Ursula Hecht und Barbara Gähwiler, dem Stadtpräsidenten Daniel Gut aus Anlass seines zehnjährigen Amtsjubiläums ein symbolisches Geschenk. Der im vergangenen Jahr nach 13 Jahren als Kantonsrat zurückgetretene Ludwig Altenburger wurde gebührend verabschiedet und auch mit einem Präsent bedacht. Für seinen grossen Einsatz für die Homepage der SP Werdenberg wurde Daniel Zurbrügg, langjähriges Vorstandsmitglied der Sektion, ebenfalls mit einem kleinen Geschenk für seine riesige Arbeit im Hintergrund gedankt.

Zum zweiten Teil der Hauptversammlung durften die Co-Präsidentinnen die SP-Nationalrätin Claudia Friedl willkommen heissen.

Nein zu Werbungsflut und Milliardärenmedien

Unter dem Titel «Nein zu Werbungsflut und Milliardärenmedien» zeigte sie den Anwesenden die Folgen einer Annahme von No-Billag auf. Diese Initiative ist nicht einfach ein Schuss vor den Bug der SRG, wie die Initianten sagen, sondern sie zerstört diese und stellt auch die Existenz von 34 regionalen Fernseh- und Radioanstalten in Frage. Für eine lebendige Demokratie mit starken föderalen Strukturen, wie die Schweiz ist, eine Vielfalt von unabhängigen Medien und qualitativ gute Berichterstattung aber absolut zentral. Werden die Radio- und Fernsehgebühren abgeschafft, soll jeder nur noch bezahlen, was er konsumiert. Es ist aber erwiesen, dass sich vor allem drei Sparten verkaufen lassen: Sport, Serien und Sex. Für Jugend- und Kinderprogramme, Informations-, Kultur- oder Politprogramme ist es nicht möglich, die Kosten zu decken.

Mit dem Streichen der Gebühren fällt auch der Ausgleich zwischen den Sprachregionen weg. Denn ohne den Gebührenanteil aus der Deutschschweiz können die italienischen und rätoromanischen Sender einpacken.

«Entsolidarisierungsinitiative schadet der Demokratie»

Wer glaubt, ohne Gebühren werde ein annähernd so vielfältiges Programm bei Radio und Fernsehen billiger zu haben sein, der irrt sich gewaltig. Die privaten Sender könnten nur existieren, wenn sie neben dem Abonnementverkauf massiv mehr Werbung schalten oder wenn reiche Besitzer dahinter stehen würden. Weder das eine noch das andere ist erstrebenswert. «Deshalb braucht es ein deutliches Nein zu dieser Entsolidarisierungsinitiative, weil sie auch unserer Demokratie schadet.» Mit diesen Worten beendete Claudia Friedl ihr Referat und die Hauptversammlung wurde offiziell geschlossen. So blieb noch Zeit und Raum für angeregte Tischgespräche und intensive Diskussionen. (pd)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.