BUCHS: So viele Ingenieure wie noch nie

Zwei Frauen und 92 Männer haben ihr Ingenieurstudium an einem der drei NTB-Studienstandorte Buchs, St. Gallen und Chur erfolgreich absolviert. So viele wie noch nie haben ihr Diplom «Bachelor of Science FHO in Systemtechnik» erhalten.

Reto Neurauter
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Die erfolgreichen NTB-Diplomanden aus dem Werdenberg und Obertoggenburg sind (von links) Jan Canal, Gabriel Lopez, David Eggenberger, Gian Marquart, Lukas Gächter, Marco Rechsteiner, Raphael Hardegger, Michael Vetsch, Deniz Ilhan und Marco Wyss. (Bild: Rudi Schachenhofer)

Die erfolgreichen NTB-Diplomanden aus dem Werdenberg und Obertoggenburg sind (von links) Jan Canal, Gabriel Lopez, David Eggenberger, Gian Marquart, Lukas Gächter, Marco Rechsteiner, Raphael Hardegger, Michael Vetsch, Deniz Ilhan und Marco Wyss. (Bild: Rudi Schachenhofer)

Reto Neurauter

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Während drei Jahren – vier Jahre beim berufsbegleitenden Studium – lernten sie die verschiedenen Methoden kennen, welche ein Ingenieur heute beherrschen muss. Und zwar in den Studienrichtungen Maschinenbau, Elektronik und Regelungstechnik, ­Mikro- und Nanotechnologie, ­Ingenieurinformatik, Infor­ma­tions- und Kommunikations­systeme und Photonik.

Rektor Lothar Ritter konnte zu dieser Diplomfeier in der BZB-Halle in Buchs am Freitagabend rund 600 Gäste begrüssen. Das Wichtigste, was die Absolventen gelernt hätten, sei wohl, «dass sie gelernt haben, nicht nur im System eines Produktes oder einer Dienstleistung zu arbeiten, sondern eben auch am ganzen System selbst». Die Vernetzung von Menschen, Ideen, Tools und Ressourcen zu ganzen Systemen werde nun den Alltag bestimmen.

Es warten grosse Herausforderungen

Und dieser Alltag, so die Liechtensteiner Regierungsrätin Dominique Gantenbein in ihrer Festansprache, sei massgeblich von modernen Technologien geprägt. «Diese eröffnen uns neue Welten, Inhalte werden vernetzt, neu kombiniert und zu spannenden Dienstleistungen generiert», so Gantenbein, «im technologischen Fortschritt liegen zweifelsohne sehr grosse Chancen, aber auch grosse Herausforderungen.»

Selbst für sie als gelernte Pädagogin sei das Thema Technik und «Digitalisierung» allgegenwärtig. Eine fundierte Aus- und Weiterbildung dazu werde also wichtiger denn je. Die Interstaatliche Hochschule für Technik NTB verbinde Technik, angewandte Forschung und Pädagogik ideal, «und bietet so eine hohe Qualität in der Hochschulbildung», betonte die liechtensteinische Bildungsministerin.

Nach einem musikalischen Intermezzo von «Round about Jazz» folgte der traditionell humorvolle Rückblick eines Diplomanden auf seine Studienzeit am NTB. Adis Causevic eröffnete seine Rede mit Klängen aus «The Godfather» (Der Pate – legendärer Mafiafilm von Francis Ford Coppola) und verglich dabei augenzwinkernd die Anwesenden mit der Mafia. Wobei er – unter dem Gelächter der Angesprochenen – umgehend präzisierte, dass ihm diese Assoziation einerseits wegen der vielen dunklen Anzügen, Krawatten und polierten Schuhe einfalle, aber andererseits auch, weil er die soziale Komponente im NTB sehr hoch schätze. Er unterstrich, dass das NTB eine grosse Familie sei, in welcher der Don Ritter (auf Rektor zeigend) zwar das Sagen hat und die Strippen ziehe, die ganzen Beziehungen und der Verkehr miteinander jedoch sehr familiär und persönlich aufgebaut seien. Anhand einer E-Violine erklärte er zudem in anschaulicher Art das Ingenieurstudium Systemtechnik.

Die Digitalisierung kann kommen

Dann war der grosse Moment da: die Diplomübergabe. Sie erhielten diese aus den Händen ihrer Studienrichtungsverantwortlichen. Der Notendurchschnitt beträgt 4,86, so Studiengangleiter Dr. Michael C. Wilhelm, «das ist definitiv gut». Und er meinte nach der Feier: «Die Ingenieurinnen und Ingenieure haben sich bei uns profunde Kenntnisse erarbeitet. Ich bin überzeugt, dass sie mit diesem Wissen eine sichere und spannende Zukunft erwarten wird. Sie haben sich auch bestens auf das Thema Digitalisierung vorbereitet, lange bevor dieser Begriff in aller Munde war.»

Erfolgreiche Absolventen aus der Region

Elektronik und Regelungstechnik: Jan Canal (Salez), Deniz Ilhan (Rüthi), Gabriel Lopez (Haag), Gian Marquart (Grabs) und Marco Wyss (Buchs). Mikrotechnik: David Eggenberger (Wildhaus). Maschinenbau: Lukas Gächter (Gams), Raphael Hardegger (Gams), Marco Rechsteiner (Werdenberg) und Michael Vetsch (Buchs).