Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

BUCHS: So nah und doch so fern

Lernende Kaufleute und Elektorinstallateuere am BZB aus dem 4. Lehrjahr hatten Gelegenheit die Berufsausbildungen in Deutschland und Tschechien kennen zu lernen.
Heidy Beyeler
Nach der nicht einfachen Präsentation entspannten sich die angehenden Kauffrauen bei Gesprächen mit Häppchen. (Bild: Heidy Beyeler)

Nach der nicht einfachen Präsentation entspannten sich die angehenden Kauffrauen bei Gesprächen mit Häppchen. (Bild: Heidy Beyeler)

Heidy Beyeler

redaktion@wundo.ch

Peter Keller, Prorektor BZB, begrüsste am Donnerstagabend die Lernenden, die ihre Erlebnisse während ihren Austauschwochen im Ausland beschrieben. Vertreterinnen der Stiftung Movetia hörten den Ausführungen aufmerksam zu. «Die Resonanz über den länderübergreifenden Austausch fiel grundsätzlich positiv aus. Während die Lernenden aus der Schweiz in Berlin bzw. in Prag ihre Erfahrungen machten, betreuten wir hier in Buchs – sozusagen vice versa – Studierende aus Prag und Berlin», sagte Keller. Im Rahmen einer Feedback-Runde berichteten neun Auszubildende (Kaufleute) über ihre Erlebnisse in Berlin und fünf Lernende (Elektroinstallateure) über den Besuch in Prag. Das Projekt wird von der nationalen Stiftung Movetia finanziell unterstützt.

Renato Denoth, Abteilungsleiter Kaufleute BZB, delegierte die Leitung der Präsentation zum Auslandsaufenthalt in Berlin an Celina Banzer, Lernende KV am BZB. Aus Erzählungen der angehenden Kaufleute war gut erkennbar, dass die neun Frauen von Überraschungen nicht verschont blieben. Sie stiessen auf ein Bildungssystem, das ihnen völlig fremd erschien – da sie das bewährte duale Bildungssystem in der Schweiz gewohnt sind.

«Ich habe gestaunt, dass in Berlin noch mit händischen Tabellen gearbeitet wird und das Excel-Programm dort anscheinend noch nicht angekommen ist», sagte eine Lernende. «Organisation, wie wir sie gewohnt sind, haben wir dort nicht gefunden», sagte eine Kollegin. Zusammenfassend könnte man erkennen, dass Lernende bzw. Studierende in der Schweiz mit der dualen Ausbildung einen nicht zu unterschätzenden Vorteil gegenüber jungen Menschen aus dem Ausland haben, welche vier Jahre auf der Schulbank sitzen und Theorie büffeln, aber vom Arbeitsalltag wenig Ahnung haben.

Anders tönte die Einschätzung von regionalen Betrieben, die Studierende aus Berlin im Austausch aufnahmen und beurteilten. IT-mässig sei kein gravierendes Manko ersichtlich gewesen, «sie waren top dabei und haben sich von der Immobilienbranche schnell in die Versicherungswelt eingelebt», sagte ein Vertreter der teilnehmenden Betriebe.

Todmüde ins Bett nach einem strengen Arbeitstag

Differenziert haben es die lernenden Elektroinstallateure aus der Schweiz erlebt. Sie betraten in Sachen Berufsbildung zwar Neuland, genauso wie ihre tschechischen Kollegen, die in der Schweiz zwei Wochen zu Besuch waren. Die Unterschiede seien aus ihrer Sicht schon bemerkbar.

Während fünf Tagen hatten die tschechischen Gäste in der Schweiz Gelegenheit gehabt, die Ausbildung hier in der Praxis kennen zu lernen. «Abends fielen sie todmüde ins Bett. Zu anstrengend war der Arbeitstag», berichtet Martin Good, Abteilungsleiter bzb. «Im Vergleich zur dualen Berufsausbildung in der Schweiz gegenüber der Ausbildung in Tschechien sind Welten – ebenso wie in Deutschland. Warum ist das so? «Während unsere Lernenden von Anfang an in die praktische Arbeit einbezogen werden, werden in den meisten europäischen Ländern angehende Berufsleute während vier Jahren mit theoretischem Wissen bombardiert, ohne einen Bezug zur praktischen Umsetzung zu haben.

Das Projekt «Auslandkontakte» findet grosse Akzeptanz. Markus Huber aus Oberriet, Vater von Michael (Elektroinstallateur) aus Oberriet und Teilnehmer am Projekt in Prag, bedankte sich mit den Worten: «Es ist eine Lebenserfahrung, die unseren Kindern, den Lernenden zuteil wird im Austausch mit Lernenden aus einem anderen Land. Eine Lebenserfahrung im beruflichen, sozialen und kulturellen Bereich. Ich werde die Augen von unserem Austauschlernenden aus Prag nie vergessen. Er hat, wie mein Sohn, eine andere Welt kennen gelernt.

Als Vater kann ich nur sagen: Danke vielmals.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.