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BUCHS: Schweisstreibender Blues

Im Fabriggli gastierten B.B. & the Blues Shacks aus Deutschland. Wirklich ein musikalisches «Durchschütteln». Auch viele zuhörende Musiker staunten «Bauklötze».
Pius Bamert
Die B.B. Brothers mit Frontmann Michael und Andreas Arlt leben den Blues. (Bild: Pius Bamert)

Die B.B. Brothers mit Frontmann Michael und Andreas Arlt leben den Blues. (Bild: Pius Bamert)

Pius Bamert

redaktion@wundo.ch

Gleich anfangs die Reaktionen des Publikums nach Ende des «Grossen» Konzerts: «Mir häts fascht t’Schue uszoge». «Das glaubsch nüd, das muesch khört ha, Mega». «Das isch de Burner›, da blost dich um». Zurück: Ungefähr um 20 Uhr fängt das Gedränge an. Frau, Mann suchen sich irgendwo noch eine Steh-Lücke. Die Tischchen sind schon lange besetzt. Das Publikum bunt gemischt. Junge, Mittelalter und Junggebliebene, die schon längere Zeit AHV beziehen warten gespannt, was da wohl abgehen wird, versprach das Fabriggli-Team doch in der Vorschau: «Rund 4000 Konzerte haben sie bestritten, unter anderem in Übersee mit Bob Dylan, B.B. King und Elvis Costello an grossen Blues-Festivals und auf renommierten Bühnen, ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen wie zum Beispiel dem ‹German Blues Award› und der Ernennung zur besten Bluesband Europas.»

Woooh, its Blues Time

Ruck-Zuck stehen sie auf der Bühne, die überladen scheint. Gefühlte 120 Meter Kabelsalat und voller erlesener Instrumente, die jedem anwesenden Musiker ein «Wooh» entlocken. Alle die «Dinger» richtig einzustellen, brauchte sicher zwei bis drei Stunden Aufbau Zeit. Die «Hildesheimer» legen los. Kurze Ansagen (sie sind Schnellsprecher), dann schon wieder das Intro für den nächsten Sound. Nicht nur Blues, auch Boogie, Rock&Roll und Swamp-Musik – Swamp für «Sumpf», im Süden des US-Bundestaates Louisiana entstandene Musik, in der Cajun Music, Zydeco und der Rhythm and Blues New Orleans mit Country- und Rock-Elementen zu einem Ganzen verbunden sind. Die Geschichte des Blues und des so vielfältigen Jazz an einem kurzen Abend zelebriert.

Fünf fantastische Musiker

Zu den Musikern: Da ist mal der Frontmann Michael Arlt. Er ist der Sänger und spielt alles, was sich auf allen möglichen Mundharmonikas (fast ein etwas despektierlicher Ausdruck) blasen lässt, meist jedoch auf der Blues-Harp, das kleine Instrument, bei dem man immer das mulmige Gefühl hat, der Musiker könnte es verschlucken. Mit dabei ist sein Bruder Andreas. Er wird als Weltklasse-Gitarrist gehandelt. Am Klavier und der Orgel fingert Fabian Fritz. Sein Spiel ist modern, und doch der Tradition verpflichtet. Manchmal zart-flimmernde Anschläge, dann hyperschnelle Kaskaden, Rags, eine Andeutung von Stride Piano, auch Eroll Garner würde sich über dieses Spiel freuen. Nicht zu vergessen, seine wunderschönen An- und Einfälle auf «Schloss Hammond». Die B.B. Brothers lassen ihm viel Zeit, sich mit Solos auszuleben.

Andre Werkmeister sitzt hinter dem Schlagzeug, das den fabelhaften Groove liefert, auch er ein Ausnahme-Könner. Da ist noch der Mann mit dem gepflegten Zopf, Henning Hauerken, der den Teppich für die Band legt. Er spielt E-Bass. Was faszinierend ist, wenn er zum grossen Holzbass greift. Er spielt einen «Slap»-Bass, was man heute fast nicht mehr sieht und hört. Er zupft nicht, er schlägt das Ding, reisst die Saiten hoch und lässt sie zurückschnallen, könnte damit fast ein «Schlagwerk» mit diesem Drive ersetzen. Fazit: Ein Konzert mit lauter Höhepunkten.

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