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BUCHS: Rückkehr als gefeierter Star

Ende Februar hat der Rheintaler Musiker Crimer sein Débutalbum «Leave me Baby» veröffentlicht. Am Freitag präsentierte er dieses im Fabriggli, wo er bewies, dass 80er-Jahre-Pop mitnichten veraltet ist.
Miriam Cadosch
Crimers Gesang und Musik versetzt das Publikum in eine Disco der 80er-Jahre. (Bild: Miriam Cadosch)

Crimers Gesang und Musik versetzt das Publikum in eine Disco der 80er-Jahre. (Bild: Miriam Cadosch)

Miriam Cadosch

redaktion@wundo.ch

«Buchs, vor etwa einem Jahr war ich schon hier. Damals aber im kleineren Saal, mit gefühlt einem Zuschauer. Jetzt schaut euch an!» Mit diesen Worten begrüsste Crimer die rund 180 Zuschauer im Fabriggli. Damit übertrieb er nicht. Vor einem Jahr kannte kaum einer seinen Namen. Jetzt gilt der Rheintaler Alexander Frei, wie Crimer bürgerlich heisst, als einer der meist gehypten Musikern der Schweiz. Seine unverkennbar tiefe Stimme und die typisch zappeligen Dancemoves, die ein wenig an sein Idol Michael Jackson erinnern, versetzen das Publikum direkt in eine Disco der 80er-Jahre.

Im Vergangenen Mai gelang Crimer mit der Veröffentlichung des Songs «Brotherlove» der nationale Durchbruch. Anfang Februar dieses Jahres wurde er mit einem Swiss Music Award in der Kategorie «Best Talent» ausgezeichnet und erst vor drei Wochen erschien sein Debutalbum «Leave me Baby». «Es ist ein unglaubliches Gefühl als Künstler, wenn du deine Platte in den Händen hältst und diese dann auch bei den Leuten ankommt», so der Musiker kürzlich.

Publikum tanzte und sang mit

«Leave me Baby» präsentierte er nun im Werdenberger Kleintheater Fabriggli. Eine halbe Stunde lang mussten sich die Fans gedulden, bis er die Bühne betrat. Doch kaum war er da, war die Stimmung auf dem Höhepunkt. Schon nach kurzer Zeit Stimmte er den Song «Hours» ab dem neuen Album an und kaum einer im Saal stand noch still. Fans jeder Altersklasse tanzten und sangen eifrig mit. Crimer wurde gefeiert wie ein Star. «Wir haben uns so lange auf diesen Abend gefreut. Seine Musik und seine Auftritte sind einfach einmalig», so zwei junge Damen, die an vorderster Front mittanzten.

Crimer schien bester Laune, immer wieder sorgte er mit lockeren Sprüchen für ein Schmunzeln bei den Zuschauern. «Ich habe gerade das erste Mal an einem Konzert Seitenstechen. Noch eine Premiere in Buchs», witzelte er. Nach etwas mehr als einer halben Stunde kam er dann, der Song, der das Fabriggli schier zum Überkochen brachte: Bereits bei den ersten Tönen von «Brotherlove» war das Publikum nicht mehr zu halten. Die Arme wurden in die Luft geworfen und der Saal tanzte.

Das Gesamtpaket kommt an

Mit «Leave me Baby» hat Crimer wohl alles richtig gemacht. In einer Zeit, in der die 80er einen Boom erleben, kommt er mit seinem Synthie-Pop genau richtig. Das stellte er im Fabriggli unter Beweis. Die Songs kommen im schweren New-Wave-Gewand daher und trotz Retroklängen findet man in Crimers Musik auch Modernität. Das Gesamtpaket kommt bei Alt und Jung an. Gefehlt hat an diesem Abend vermutlich nur eines: sein Markenzeichen, der Mittelscheitel, den der Musiker auf Kosten des Musikvideos zu «Hours» abrasiert hat.

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