BUCHS: Rettungsübungen nahe an der Realität durchgeführt

An einem zweitägigen Kurs eigneten sich 71 Feuerwehrleute aus der ganzen Ostschweiz Kenntnisse in Strassenrettungen an. Dabei wurden 70 Abbruchautos zur Verfügung gestellt. Die Übungen orientierten sich sehr stark am praktischen Einsatz.

Hansruedi Rohrer
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Auf der A13 bei Buchs wurden spektakuläre Unfälle inszeniert, bei denen Personen aus den Fahrzeugen zu retten waren. (Bilder: Hansruedi Rohrer)

Auf der A13 bei Buchs wurden spektakuläre Unfälle inszeniert, bei denen Personen aus den Fahrzeugen zu retten waren. (Bilder: Hansruedi Rohrer)

Am ostschweizerischen Kurs vom Mittwoch und Donnerstag beteiligten sich zahlreiche Angehörige von Strassenrettungsstützpunkt-Feuerwehren aus den Kantonen St. Gallen, Glarus, Zürich, Thurgau und beider Appenzell, während die Feuerwehr Buchs die immensen Vorarbeiten bewältigte und die Infrastruktur zur Verfügung stellte. Für die fünf Klassen standen zehn Grossfeuerwehrautos sowie fünf Mannschaftstrans­porter bereit. Zusammen mit den sechs Klassenlehrern (einer versah die Arbeit auf dem Autobahnabschnitt) und dem Hilfspersonal waren 100 Personen am Werk. Marcel Senn war Kurskommandant und Mathias Tobler der Kursadjutant, während Reto ­Gabathuler als Materialwart zum Rechten schaute. Die Autounfälle wurden realitätsnah inszeniert. Nur so fanden die Retter echte Bedingungen vor, mit der sie bei einem Ernstfall konfrontiert werden. Zu bewältigen gab es einen Autobrand, zwei verschiedene Unfallsituationen auf der Autobahn A13 bei Buchs, zwei verschiedene Einsätze auf Nebenstrassen, eine Lektion mit dem Rettungsdienst, die Lektion «Heben und Sichern» sowie eine kurze Theorie durch die Kantonspolizei St. Gallen zum konkreten Thema der Strassensicherung. Ausserdem wurde den Teilnehmern an einem Workshop die neuesten Rettungsgeräte und die besonderen Eigenschaften von LKW und Bus erklärt. Spektakulär an den beiden Tagen waren sicher die Übungen auf der Autobahn. Für die vorbeifahrenden Automobilisten sah es dabei aus wie «richtige» Unfälle, was auch zu kleinen Missverständnissen führte. Man müsse jedoch auf diesen Strassen üben, sagte ­Marcel Senn. Dieses Training mit echten Situationen und Begleitumständen führe mitunter auch zu Verkehrsbehinderungen. Derartige Übungen würden den Feuerwehrangehörigen das ­nötige Wissen und das praktische Handeln mitgeben, wenn sie wirklich ernstfallmässig ausrücken müssen.

Hansruedi Rohrer

redaktion@wundo.ch

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