BUCHS: Parkfelder sorgen für Ordnung und Sicherheit

Warum und wo werden auf Gemeindestrassen weisse Parkfelder markiert? Die Initiative kommt oft von Anwohnern, die den Durchgangsverkehr beruhigen möchten.

Heini Schwendener
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Heini Schwendener

Bis Ende November lagen in der Stadt Buchs zwei Verkehrsanordnungen öffentlich zum Rekurs auf. An der Kreuzgasse sowie am Frohlweg war die Markierung von acht bzw. zwölf Parkfeldern vorgesehen. An der Kreuzgasse wird nach Einsprachen der Anwohnerschaft, die ursprünglich Massnahmen gefordert hatte, das Vorhaben gestoppt. Der Realisierung der zwölf weissen Parkfelder am Frohlweg (Abschnitt Churerstrasse–Saxweg) steht inzwischen nichts mehr im Weg.

«Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.» Dieses alte Sprichwort hat insbesondere in Verkehrsfragen seine Gültigkeit. Wird nämlich irgendwo auf einer Strasse eine neue Tafel montiert oder eine neue Markierung angebracht, ist das für viele Leute gleichbedeutend mit einer neuen behördlich verordneten Schikane. Parkfelder auf Gemeindestrassen machen da keine Ausnahme, denn einerseits schränken sie die Parkierungsmöglichkeiten ein, andererseits zwingen sie zur verlangsamten Durchfahrt. Die Markierung von Parkfeldern hat aber nichts mit Behördenwillkür zu tun. Sehr oft nämlich kommt der Anstoss dazu aus der Anwohnerschaft, die darauf hofft, mit solchen oder anderen Massnahmen eine gewisse Verkehrsberuhigung oder Parkordnung im Quartier erreichen zu können.

Der Verkehrsfluss verlangsamt sich

Denn wechselseitig angelegte Parkfelder senken die Durchgangsgeschwindigkeiten. Damit wird insbesondere auch die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer, der Fussgänger und Velofahrer, erhöht. Markierte Parkfelder gehören denn auch zu den einfacheren von verschiedenen ergänzenden Massnahmen, wie sie beispielsweise in Tempo-30-Zonen gefordert werden.

Mit der Markierung von Parkfeldern kann aber auch eine geordnetere Parkierung in einer Quartierstrasse erreicht werden, da fortan das Parkieren ausserhalb der Parkfelder nicht mehr gestattet ist, vorausgesetzt, die «Lücken» zwischen den Parkfeldern sind nicht allzu gross.3