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BUCHS: «Optimieren und anpassen»

Die BZB Weiterbildung hat sich seit 2014 eine Fitnesskur verordnet. Die jüngste Massnahme erfolgte aber nicht aus wirtschaftlichen, sondern «aus systemischen Gründen» und betrifft den Zeitpunkt der Lohnauszahlung.
Thomas Schwizer
An der BZB Weiterbildung werden aufgrund der Nachfrage bisherige Kurse kritisch hinterfragt und neue aufgebaut. (Bild: Thomas Schwizer)

An der BZB Weiterbildung werden aufgrund der Nachfrage bisherige Kurse kritisch hinterfragt und neue aufgebaut. (Bild: Thomas Schwizer)

Thomas Schwizer

thomas.schwizer@wundo.ch

BZB-Rektor Beni Heeb betont, dass die BZB Weiterbildung ständig optimieren und sich den Marktverhältnissen anpassen müsse. Sie habe ein Jahresbudget von rund sechs Millionen Franken, müsse unternehmerisch geführt werden und wirtschaftlich selbsttragend sein. Das sei im Jahr 2014 nicht der Fall gewesen, weshalb Handlungsbedarf erkannt wurde. Man habe entsprechende Massnahmen ergriffen. Bisherige Kurse würden kritisch hinterfragt und neue aufgebaut. Da die heutigen Lernenden dank Frühfranzösisch und Frühenglisch und im Bereich IT eine grössere Kompetenz mitbringen, seien solche Kurse weniger gefragt. Dafür hätten Kurse für die Weiterbildung nach einer handwerklichen Grundausbildung einen höheren Stellenwert.

Handlungsbedarf hat die BZB-Führung auch bei der Entlöhnung der Lehrbeauftragten in der Weiterbildung erkannt. Deren Stundenlöhne seien zuvor durchwegs auf dem Niveau der Grundbildung gewesen. Insbesondere bei den Sprachkursen müsse die BZB Weiterbildung aber bezüglich der Kurskosten das Marktniveau einhalten, das in der Erwachsenenbildung üblich sei. Entsprechend habe man 2015/16 die Löhne der betreffenden Dozenten angepasst, also gesenkt, bestätigt Heeb.

Die getroffenen Massnahmen im Rahmen der Ausrichtung auf die Marktbedürfnisse im Bereich der beruflichen Weiterbildung hätten sich ausgezahlt, die BZB Weiterbildung sei seit 2015, 2016 und 2017 zahlenmässig wieder erfolgreich gewesen, sagt der Rektor.

«Alle Dozenten haben einen Vertrag»

Eine Dozentin kritisiert gegenüber dem W&O, dass viele Lehrbeauftragte an der BZB Weiterbildung keinen Arbeitsvertrag hätten. Beni Heeb bestätigt, dass diesbezüglich in den vergangenen Jahren nicht alles optimal war. Im Schuljahr 2016/17 habe man das Thema an die Hand genommen – und im April 2017 habe der neue Leiter Weiterbildung, Thomas Kuster, dies für das laufende Schuljahr 2017/18 umgesetzt. Heute hätten alle Dozenten einen schriftlichen Lehrauftrag, der einem Arbeitsvertrag entspreche. Diese Lehraufträge würden jeweils befristet für ein Schuljahr gelten, denn man müsse marktbedingt flexibel sein betreffend der Festlegung des nächsten Kursangebotes. Die Dozentin hat sich zudem über ein «Weihnachtsgeschenk» geärgert, das ihr am 22. Dezember 2017 in Form eines E-Mails in den Posteingang flatterte. Darin wurde ihr und allen Dozenten mitgeteilt, dass ab 1. Januar 2018 die gehaltenen Lektionen nicht wie bisher im laufenden Monat ausbezahlt werden, sondern erst im Folgemonat «um den 25. rum». Konkret bedeutet das, dass die Dozenten Ende des laufenden Monats keine Lohnzahlung erhalten.

Der Absender dieser Info war Thomas Kuster, Leiter Weiterbildung am Berufs- und Weiterbildungszentrum Buchs (BZB). Auf Anfrage des W&O erklärt er, dass der Zeitpunkt der Mitteilung etwas unglücklich gewesen sei. Die Anpassung des Zeitpunktes der Lohnauszahlung sei erfolgt, weil die Dozenten mit dem neuen Rapportwesen ihre Unterrichtsstunden gemäss Stundenplan jeweils am letzten Arbeitstag des Monats einreichen würden. So könnten die effektiven Stunden fehlerfrei erfasst und ausbezahlt werden. Der bisherige manuelle Erfassungsaufwand sei für das Sekretariat sehr gross gewesen, und bei circa 140 Lehrpersonen mit kleinen Teilpensen fehleranfällig. Kuster verweist darauf, dass offenbar die Dozenten diese Anpassung verstehen würden, denn bei der BZB-Führung und auf dem Sekretariat seien keine Reklamationen eingegangen.

Zahlungszeitpunkt ist keine Sparmassnahme

Thomas Kuster betont, dass sich neben der zeitlichen Komponente aus dieser Anpassung für die Dozenten keine Veränderung ergebe. Es handle sich keineswegs um eine Sparmassnahme. Es sei das Ziel, Ende Dezember 2018 sowohl den November- als auch den Dezemberlohn auszuzahlen. Das sollte durch die Pause der Kurse über Weihnachten möglich sein, sagt Kuster.

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