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BUCHS: Notstand bei der Grundversorgung

Es gibt nicht genügend ärztliche Grundversorger. Was tun? Darüber diskutierten Kantonsärztin Danuta Reinholz, Hausarzt Damian Schöbi sowie Jasmin Marquart, Apothekerin und Präsidentin der Spitex.
Heidy Beyeler
Engagiert informierten Fachleute zum Thema «Hausarzt»: Danuta Reinholz, Jasmin Marquart, Ludwig Altenburger, Altersbeauftragter Buchs, sowie der Buchser Hausarzt Damian Schöbi (von links). (Bild: Heidy Beyeler)

Engagiert informierten Fachleute zum Thema «Hausarzt»: Danuta Reinholz, Jasmin Marquart, Ludwig Altenburger, Altersbeauftragter Buchs, sowie der Buchser Hausarzt Damian Schöbi (von links). (Bild: Heidy Beyeler)

Heidy Beyeler

redaktion@wundo.ch

Auf Anregung einer Bürgerin nahm die SP Buchs das Thema der fehlenden Hausärzte in der Stadt Buchs auf und lud die Öffentlichkeit am Dienstagabend zu einem Diskussionsabend ein. Der städtische Altersbeauftragte Ludwig Altenburger erinnerte in seiner Begrüssung daran, dass die SP bereits 2016 einen öffentlichen Anlass zum Thema «Hausärztliche Notfallpraxis» im Spital Grabs organisiert hatte. Ebenso reichten die beiden Kantonsräte Etterlin (Rorschach) und Altenburger (Buchs) die Interpellation «Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung und insbesondere der kinderärztlichen Grundversorgung» ein.

Heute sei es so, dass es für viele Patienten bei einem Wechsel in einer Arztpraxis schwierig sei, in der Stadt Buchs bei einem Hausarzt unterzukommen. So erzählte eine Zuhörerin, dass sie in der Vergangenheit schon zweimal einen neuen Hausarzt suchen musste. «Nun muss ich nach Sevelen gehen für die fünf Kontrollen, denen ich mich jährlich unterziehen muss. Zum Glück bin ich im Alter von 70 Jahren noch mobil. Was passiert, wenn das nicht mehr so ist?»

Aus Sicht der Spitex besteht beispielsweise ein Problem, wenn Verordnungen jeweils nicht zeitnah erfolgen, sagte Jasmin Marquart. Beispielsweise wenn sich Situationen zu Hause verändert haben. «In diesem Fall kann die Pflegefachfrau nicht helfen – ohne Unterstützung des Hausarztes, der ad hoc nicht zur Verfügung steht.» Eine Entlastung für die Hausärzte kann allenfalls Jasmin Marquart als Apothekerin mit ETH-Abschluss in eingeschränktem Rahmen bieten. «Viele Klienten kommen am Samstag zu mir, weil der Hausarzt nicht da ist. Natürlich gibt es Grenzsituationen, bei denen wir die Klienten an den Arzt verweisen müssen», so Marquart. Und sie ergänzte: «Mir fällt auf, dass immer mehr Menschen keinen Hausarzt haben.» Das sei schwierig, weil es keine Möglichkeit gebe, den Klienten an einen Hausarzt zu verweisen, weil die Hausärzte keine Kapazität mehr haben, neue Patienten aufzunehmen. Jasmin Marquart kritisiert, dass manche Leute nur darum zum Hausarzt gehen müssen, wenn sie krank sind, um ein Arztzeugnis für den Arbeitgeber zu bekommen.

Kantonsärztin Danuta Reinholz fragt sich, wer was machen könne, um den Mangel an Hausärzten zu beheben. Sicher sei, dass die Ausbildung von Ärzten in der Schweiz an die Hand genommen werden müsse. Derzeit werden in der Schweiz pro Jahr 1000 Ärzte ausgebildet. Mit den neuen Ausbildungsangeboten «Joint Medical Master» werden es 1300 sein. «Im Kanton St. Gallen tragen wir mit den neuen Ausbildungsplätzen ‹Medical Master› zu einer Entspannung bei, in der Hoffnung, dass sich Medizinstudenten schliesslich für die Arbeit als Hausarzt entscheiden», so Danuta Reinholz.

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