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BUCHS: Meister der lauten und leisen Töne

Michael von der Heide präsentierte sein neues Programm «Hinderem Berg» im Werdenberger Kleintheater Fabriggli. Das Publikum war begeistert, verlangte Zugaben und belohnte den Künstler mit Standing Ovations.
Adi Lippuner
Zum Auftakt singt Michael von der Heide «Bonjour, Bonjour», ein bekanntes Lied von Paola. Am Piano Daniel Gisler, an der Gitarre Martin Buess. (Bild: Adi Lippuner)

Zum Auftakt singt Michael von der Heide «Bonjour, Bonjour», ein bekanntes Lied von Paola. Am Piano Daniel Gisler, an der Gitarre Martin Buess. (Bild: Adi Lippuner)

Adi Lippuner

redaktion@wundo.ch

Der Sänger und Entertainer fühlt sich auf der Bühne sichtlich wohl. So auch beim Start zum neuen Programm am Mittwochabend. Er ist ein Meister der lauten und leisen, aber auch der hohen und tiefen Töne. Begleitet von Martin Buess, Gitarre und Mandoline, sowie Daniel Gisler am Piano nimmt er das Publikum mit auf eine musikalische Reise, bei der immer wieder Lieder von Paola zu hören sind. Doch auch die unvergessliche Margrit Rainer und ihr «Eusereine chönnt das au», hat Platz.

«Ich heirate Paola oder keine»

Problemlos singt Michael von der Heide französische Chansons, wechselt zur Schweizer Mundart, erzählt Geschichten aus seinem Heimatort Amden und tanzt und hüpft auf der Bühne. «Nur mit dem grossen Zehen wippen reicht heute Abend nicht, ich will mehr Bewegung sehen», muntert er das Publikum auf. Und das lässt sich nicht zweimal bitten: Es wird geklatscht, aber auch mitgesungen.

Seine Begeisterung für die Lieder von Paola, aber auch für die Frau ist im neuen Programm zu spüren. So erzählt er dem Pub-likum: «Als ich ‹Blue Bayou› das erste Mal hörte, war ich überzeugt, ein solches Lied wird von einer wunderschönen Frau gesungen. Damals nahm ich mir vor, entweder heirate ich Paola oder keine, und dabei ist es geblieben.» Michael von der Heide erzählt seine kurzen Geschichten zwischen den Liedern immer mit einem Augenzwinkern, er bezieht das Publikum, aber auch seine Musikanten mit ein.

«J’ai perdu ma jeunesse », auf Deutsch: «Ich habe meine Jugend verloren», wird so kommentiert: «Es heisst jeunesse, nicht schön esse, aber wegen der vielen Kochsendungen sind die Leute ja schon bald verblödet und verhungert.» Dann folgt – als Ode an Polo Hofer – «Stets in Truure mues i läbe», dazu erfährt das Publikum, dass es sich dabei nicht, wie von vielen angenommen, um ein Berner Volkslied, sondern um ein Glarner Auswandererlied handelt.

Erinnerungen an das Eurovision-Jahr 2010

Schon als Junge habe er vom Singen geträumt. Und weil Paola seinerzeit den Concours Eurovision de la Chanson gewann, wollte er auch einmal an einem grossen Wettbewerb auftreten, erzählt Michael von der Heide dem Publikum. «Vorsicht mit Träumen, sie könnten Wirklichkeit werden.» 2010 war es dann soweit, mit «Il pleut de l’or» startete er für die Schweiz am Eurovision Song Contest, wie der Anlass damals hiess. Allerdings weniger erfolgreich als sein grosses Vorbild.

Der Auftritt von Michael von der Heide war der vierte Anlass in der neuen Fabriggli-Saison. «Der vierte Abend und das vierte Mal ausverkauft, die Latte liegt für kommende Auftritte hoch. Aber mit der Unterstützung unseres treuen Publikums wird es so weitergehen», zeigte sich Katharina Schertler Secli überzeugt. Und weil am Mittwoch der nationale Tag der Kleinkunst gefeiert wurde, durften sich sechs Besucher über ein Geschenk freuen. Verteilt im Saal fanden sich unter den Stühlen Zettel mit einer Nummer. Es gab Freieintritte von Kleinkunstbühnen aus der näheren und weiteren Region. Doch zurück zu Michael von der Heide und seinem neuen Programm: Erst nach mehreren Zugaben verabschiedete das Publikum den Künstler mit Standing Ovations.

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