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BUCHS: Lustvoll kreativ

Das Fabriggli ist derzeit eine von drei Bühnen der Ostschweizer Schultheatertage. Acht Klassen zeigen die Stücke, die sie zum Thema «Es war einmal...» entwickelt haben.
Heini Schwendener
Impression von den Schultheatertagen: Die Darkistaner (mit Masken) stiften unter den Menschen auf der Erde Unruhe. (Bild: Heini Schwendener)

Impression von den Schultheatertagen: Die Darkistaner (mit Masken) stiften unter den Menschen auf der Erde Unruhe. (Bild: Heini Schwendener)

Heini Schwendener

heini.schwendener@wundo.ch

Bei den Darkistanern ist alles etwas anders: Der Lehrer tadelt die Schüler, die pünktlich kommen, lobt die rotzfreche Göre, die eine eins in Mathe geschrieben hat und lässt die guten Schüler Strafaufgaben machen. Dass ihm jemand das Bein stellt, findet der Lehrer super, Schelte gibts hingegen für den Schüler, der den stürzenden Lehrer auffängt, um Schlimmeres zu verhindern.

Ganz toll mimen die 17 Schülerinnen und Schüler der 2. Oberstufe Mittelrheintal, Heerbrugg, auf der Fabriggli-Bühne ihre Rollen in der verkehrten Welt. Ausgerechnet die fieseste Familie aus Darkistan beschliesst, auf die Erde zu gehen, um dort Unruhe unter den Menschen zu stiften. Originelle Texte, überraschende dramaturgische Einfälle und der gezielte Einsatz von Stilmitteln verleihen dem Stück «Nemo und die Superschurken» das gewisse Etwas, sodass die 2. Oberstufe nach rund 20 Minuten ihren verdienten Applaus ernten kann. Dieser Applaus kommt von Gleichaltrigen – von drei anderen Schulklassen, die im Verlauf des Tages ihre Stücke zum Thema «Es war einmal...» auf der Fabriggli-Bühne präsentieren werden.

Diese vier Schulklassen und 20 weitere sind Teilnehmer an den vierten Schultheatertagen Ostschweiz (vgl. Kasten). Sie alle präsentieren in diesen Tagen ihr selbst entwickeltes Theaterstück.

Auch die Nachbesprechung ist wichtig

Bevor allerdings im Werdenberger Kleintheater die 5./6. Klasse aus Walzenhausen ihren Auftritt hat, wird das Stück der Heerbrugger Oberstufe besprochen. Kristin Ludin von der Projektleitung der Schultheatertage moderiert das Gespräch, die Fabriggli-Präsidentin Kathrin Schertler ist eine der «Ein-Blickerinnen», die den schauspielbegeisterten Jugendlichen ihre Beurteilung abgibt und sie vor allem auch darin bestärkt, doch weiterhin so lustvoll kreativ tätig zu sein.

Im Gespräch mit dem W&O lobt Kristin Ludin zuerst das Fabriggli «als wunderbaren Gastgeber», bevor sie erläutert, wie die Schulklassen ihr Projekt umgesetzt haben. Alle Lehrkräfte nehmen zuerst an einem Einführungsworkshop teil, bevor die Arbeit in den Klassen los geht. Bei der bühnenorientierten Stückentwicklung werden die Klassen und die Lehrpersonen von einer Fachperson in Theaterpädagogik begleitet. Alle Klassen haben die gleichen Voraussetzungen: das Stück zum gemeinsamen Thema darf etwa 20 Minuten lang sein und die Bühnenausstattung ist identisch.

Ludin weiss vom Wert solcher Projekte: Klassen würden z. B. während dieser intensiven Arbeit zusammenwachsen und das Selbstvertrauen der Beteiligten werde gestärkt.

Nun ist es aber Zeit für die Darkistaner und ihre Lehrerin Claudia Ehrenzeller, die Bühne für die Klasse aus Walzenhausen frei zu machen. Claudia Ehrzenellerin ist stolz auf die Leistung ihrer Schützlinge. Und darauf, dass sie als gebürtige Buchserin mit ihren Schülern just auf jener Bühne spielen durfte, auf der sie selber als Schulmädchen erstmals Theaterluft geschnuppert hatte, «so schliesst sich doch ein schöner Kreis».

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