BUCHS: Lehrkräfte des BZB halten Schritt

Im Zentrum einer Weiterbildung für Lehrkräfte am BZB stand der Leitmedienwechsel. Gemeint ist der Umgang mit dem Internet im Schulalltag.

Drucken
Teilen
Thomas Staub von der Pädagogischen Hochschule Zürich in seinem Referat über Medien im Unterricht.

Thomas Staub von der Pädagogischen Hochschule Zürich in seinem Referat über Medien im Unterricht.

Peter Keller, Leiter Grundbildung BZB, begrüsste die rund 150 Lehrkräfte zum Weiterbildungstag mit den Worten: «Der heutige Tag soll für alle ein Meilenstein sein. Den Skeptikern, soll dieser Tag helfen, Berührungsängste und Unkenntnis abzubauen. Diejenigen, die sich in Bezug auf neue Medien im Unterricht hin und her gezerrt fühlen, können Themen und Anwendung von Lern-Apps, mobilem Lernen und Einsatz von Videos im Unterricht und vielem mehr vertiefen.»

Anhand der generationsbedingten Affinität zum Internet trägt wahrscheinlich jeder der Lernenden und Studierenden heutzutage eines der handlichen Kleingeräte mit permanentem Internetzugang in der Hosentasche. Es ist deshalb zu erwarten, dass diese digitalen Medien schon bald das gedruckte Leitmedium – Bücher, Papier Lexika etc. – verdrängen oder doch zumindest ergänzen.

An den Workshops am BZB wurde deshalb aufgezeigt, wie die Schule auf den Leitmedienwechsel reagieren kann und soll und welche Chancen und Risiken dieser Wechsel im Schulunterricht auslöst.

Digitale Werkzeuge im Unterricht machen Schule

Thomas Staub, Medienbildung und Informatik an der Pädagogischen Hochschule Zürich, zeichnete am Weiterbildungstag verantwortlich für den Inhalt der Workshops. Im Einführungsreferat kam Staub auf Web 2.0 zu sprechen und wies daraufhin, dass die Einwegkommunikation via Internet passé sei, «denn jeder Konsument ist auch ein Produzent», von Informationen im Internet. Der Referent liess kurz die galoppierende Entwicklung im IT-Bereich und in der Automatisierung der gesamten Arbeitswelt Revue passieren. Bei der Flut von Informationen sei es wichtig, dass gelernt werde, wie die Daten und Infos sinnvoll gefiltert werden.

Für einmal schlüpften die Lehrenden in die Haut der Lernenden. Ihnen stand eine ganze Palette von insgesamt acht Workshops zur Wahl. Das Fazit des Weiterbildungstages fiel äusserst positiv aus. Besonders Sprachlehrpersonen sehen einen grossen Nutzen, nachdem sie beispielsweise gelernt haben, eigene Lern-Apps zu erstellen oder Erklärvideos in den Unterricht unterstützend einzubauen. Ein Sportlehrer war angetan von der Kreation eines digitalen Orientierungslaufs; das mache den Unterricht spannender.

Etliche Teilnehmer wurden an diesem Tag angeregt, mit dem Gelernten die Ausbildung mit digitalen Werkzeugen lebendiger zu gestalten. Damit würden die Schulstunden für die Lernenden vielschichtiger und anregender gestaltet. (pd)