BUCHS: Legaler Hanf findet auch in der Region Anklang

Das Hanfprodukt Cannabidiol erobert das Land. Durch die Einnahme wird kein Rausch ausgelöst, weil es sich nicht um eine psychoaktive Substanz wie THC handelt.

Mengia Albertin
Drucken
Teilen
CBD wird in den Läden in Form von Tropfen, E-Liquid, fixfertigen Zigaretten oder wie hier als Blütenknospen angeboten. (Bild: Gaetan Bally)

CBD wird in den Läden in Form von Tropfen, E-Liquid, fixfertigen Zigaretten oder wie hier als Blütenknospen angeboten. (Bild: Gaetan Bally)

Mengia Albertin

mengia.albertin@wundo.ch

Das Geschäft mit dem legalen Hanfprodukt Cannabidiol (CBD) boomt in der Schweiz. Auch die regionalen Anbieter Pocoloco-Shop und die am 8. Juli neu eröffnete Hanftheke Buchs bestätigen die Nachfrage. Der Unterschied vom psychoaktiven Tetrahydrocannabinol (THC) zum CBD ist der breiten Öffentlichkeit noch wenig bekannt. Während das THC einen Rausch zur Folge hat, soll das CBD lediglich ent­spannend, schmerzlindernd und krampflösend wirken. Beide Stoffe sind in der Hanfpflanze enthalten. In CBD-Tabakersatzprodukten ist im Gegensatz zu CBD-Tropfen aber noch immer ein minimaler Prozentsatz von THC vorhanden. Ein Gehalt von unter einem Prozent THC ist rechtlich erlaubt. Trotzdem kann der Konsum von CBD-Tabakersatz für Lenker von Fahrzeugen zu Problemen führen. Denn auch minimale Mengen von THC können bei Unter­suchungen des Blutes nachge­wiesen werden. Ob der erlaubte THC-Grenzwert mit dem Konsum von mehreren CBD-Zigaretten überschritten werden kann, wurde noch nicht erforscht.

Gemäss Alexander Jörg, Suchtberater der Sozialen Dienste Wer­denberg, kann erst nach Langzeitstudien gesagt werden, ob auch CBD abhängig macht. Das Nikotin im Tabak, das zum ­Rauchen mit CBD gemischt wird, mache sicher abhängig.7