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BUCHS: Integration auf dem Velo erleben

Am Mittwoch begann auf dem Schulhausplatz Kappeli zum dritten Mal der Velofahrkurs für Frauen. Die Leiter und Teilnehmer erleben dabei erhellende Stunden.
Ermutigend und verbindend: Der Velofahrkurs erleichtert den Alltag der geflüchteten Frauen. (Bild: PD)

Ermutigend und verbindend: Der Velofahrkurs erleichtert den Alltag der geflüchteten Frauen. (Bild: PD)

Velofahren – was für viele Schweizerinnen selbstverständlich ist, ist für die Migrantinnen harte ­Arbeit. In Afghanistan zum Beispiel, wo Fatime ihre Kindheit verbracht hat, würden Frauen nicht Fahrrad fahren. Jetzt als Erwachsene damit zu beginnen, ist eine umso grössere Hürde. Angeboten wird der Kurs vom Radsportverein Buchs, dem Diakonieverein Werdenberg und dem kirchlichen Sozialdienst.

Die Frauen sind begeistert und extrem dankbar

Die freiwillige Helferin Michaela zeigt Fatime, wie man den Velohelm richtig anpasst. «Das gehört auch dazu», sagt sie. Sie hilft schon das dritte Mal bei der Durchführung der Velokurse mit. «Die Frauen sind begeistert und extrem dankbar.» Heute ist ihr erster Tag, darum ist Fatime noch mit einem Velo ohne Pedale unterwegs: «Es ist nicht einfach, die Balance zu halten», sagt sie sichtlich angespannt. «Aber ich will es schaffen!»

Die Frauen lernen an sechs Abenden, wie man das Velo steuert, das Gleichgewicht behält und was die Verkehrsschilder bedeuten. Ein Höhepunkt des Kurses wird der Übungsabend in der Schülerverkehrsschulungsanlage Schollberg in Sargans sein. Denn bereits letztes Jahr konnten die beiden Verkehrsinstruktoren Heinz Bänziger und Ivo Bürge von der Kantonspolizei durch ihre sensible und verständnisvolle Herangehensweise einen offenen Zugang zu den Kursteilnehmerinnen herstellen. Die Frauen waren begeistert und lernten ganz nebenbei, dass die Polizei in der Schweiz nicht bedrohlich ist, sondern hilft.

Ein Ort der kulturellen Begegnung

Der wöchentliche Velokurs ermöglicht den Frauen auch den Austausch mit anderen Migrantinnen und den einheimischen Helferinnen und Helfern. Man hilft sich gegenseitig, spricht sich Mut zu und lacht zusammen. Unterstützt werden die Frauen mit viel Geduld von Anita Koba, die den Kurs leitet sowie von den über zwanzig Freiwilligen aus der gesamten Region. «Der Moment, wenn die Frauen das erste Mal ohne Hilfe davonradeln, ist am schönsten», so Anita Koba. (pd)

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