BUCHS: Inspiration aus dem Umfeld

An der Hochschule NTB fand am Montag ein Infoanlass zum geplanten Zentrum für Präzisionsindustrie statt. Alle Beteiligten zeigten sich engagiert und optimistisch.

Armando Bianco
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Regierungsrat und Wirtschaftsminister Bruno Daman legt sich für den Standort Buchs ins Zeug. (Bilder: Armando Bianco)

Regierungsrat und Wirtschaftsminister Bruno Daman legt sich für den Standort Buchs ins Zeug. (Bilder: Armando Bianco)

Armando Bianco

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@wundo.ch

Moderator und W&O-Chefredaktor Thomas Schwizer skizzierte einleitend die Herausforderungen des Unternehmens-Zentrums für Präzisionstechnologien, Digitalisierung und ICT im Alpenrheintal. Die Richtung der Diskussion gab er vor, indem er den Fokus auf die Bedeutung dieser Investition in einer Hightech­exportregion lenkte.

Regierungsrat und «Wirtschaftsminister» Bruno Damann nannte in seiner Ansprache zwei wichtige Faktoren für eine florierende Wirtschaft, nämlich die Unternehmer mit ihrem Arbeitsgeist und die vom Staat geschaffenen zuverlässigen Rahmenbedingungen. Am Anlass an der NTB spürte er ein besonderes innovatives Flair, das einen breiten Einbezug von starken Kräften verdient habe. Auch der Willen des Kantons, die Pläne in Buchs zu unterstützen, kamen deutlich zum Vorschein. Das Gebiet Fegeren sei im neuen Richtplan zu Recht als Standort mit Priorität eingestuft. Eine genaue Prognose zur Entwicklung des Areals könne man allerdings derzeit nicht abgeben, «die geht manchmal überraschend zügig voran, in anderen Fällen zäh und in wenigen Fällen gar nicht».

14000 Quadratmeter gross und ideal gelegen

Martin Sulser, Geschäftsführer der Lippuner EMT und Mitgestalter des Zentrums, betonte die Vielfalt der Unternehmen in der Region und deren Bedeutung aus schweizweiter Sicht. Das Areal Fegeren bezeichnete er nicht nur aus verkehrstechnischen Gründen als ideal. Der 14000 Quadratmeter grosse Boden gehört der Ortsgemeinde Buchs und wird von dieser im Baurecht abgegeben. Das Gebäude soll dereinst 17 Meter, das First 20 Meter hoch werden. In der Erläuterung der Pläne zeigte er die Vorteile des multifunktionalen Baus auf, sprach von «effizienten Produktionsflächen» und besten Voraussetzungen für Reinräume, welche in der Hightechindustrie von zentralster Wichtigkeit sind. Die Nähe zur NTB und dem Institut Rhysearch wirke ebenfalls befruchtend.

Wie inspirierend eine grosse Plattform sein kann, erläuterte Markus Probst mit einem älteren Beispiel. «Aus der damaligen Balzers AG entstanden Spin-offs, welche danach in der Vakuumtechnologie erfolgreich waren. Damals hat sich deutlich gezeigt, wie wichtig ein passendes Umfeld für Hightechfirmen ist», so der Präsident des Arbeitgeberverbandes Sarganserland-Werdenberg am Montagabend.

Optimistisch gesehen in ein bis zwei Jahren Baubeginn

Sehr erfreut und auch halbwegs überrascht darüber, dass «ausnahmsweise einmal wirklich alle am gleichen Strick ziehen», zeigte sich an der Diskussion der Buchser Stadtpräsident Daniel Gut. Interesse erkennt er seit Bekanntwerden der Pläne auch bei potenziellen Mietern, die bereits mit den Verantwortlichen in Kontakt getreten sind. Mit einer Paarung aus Optimismus und Realismus geht er davon aus, dass in ein bis zwei Jahren Baubeginn sein könnte.

Gebhard Lutz, Mitglied der Geschäftsleitung VAT Haag, betonte die enorme Wichtigkeit von Netzwerk und Know-how in unmittelbarer Umgebung – «selbst wenn es direkte Marktkonkurrenten sind». Kooperation mit Partnern aus der Branche, egal welcher Grösse, seien für eine Firma wie VAT immer interessant, ja sogar eine wichtige Bedingung für die Standorttreue.

NTB-Rektor Lothar Ritter betonte die Wichtigkeit der physischen Präsenz und des Austauschs von Firmen verschiedener Grösse. Dabei verwies er auch auf die prosperierende und wichtige Zusammenarbeit mit dem hauseigenen Institut Rhysearch.

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