BUCHS: Im Netz entdecken, was die Schweiz bietet

Ein geeignetes Ausflugsziel für Schulklassen ist nicht immer sofort gefunden. Daher haben es sich vier PH-Studenten zur Aufgabe gemacht, dieses Suchen mit ihrer Plattform «entdeckerfreunde.ch» zu vereinfachen und nützliche Tipps bereitzustellen.

Julia Kaufmann
Drucken
Teilen
Simon Frei und Carla Albertin sind stolz auf das Resultat ihrer Projektarbeit und hoffen, dass die Webseite rege genutzt wird. (Bild: Julia Kaufmann)

Simon Frei und Carla Albertin sind stolz auf das Resultat ihrer Projektarbeit und hoffen, dass die Webseite rege genutzt wird. (Bild: Julia Kaufmann)

Julia Kaufmann

redaktion@wundo.ch

Lehrpersonen tragen ihren Schülern gegenüber eine grosse Verantwortung. Demnach ist es für die Pädagogen nicht immer einfach, ein Ausflugsziel zu finden, bei dem zugleich Wissenswertes zu erfahren ist, die Sicherheit für Schüler und Lehrer gewährleistet werden kann sowie der Spass­faktor auch noch enthalten ist.

Um diese Suche zu verein­fachen, haben sich Natasa Samardzija, Carla Albertin, Sheila Figueroa und Simon Frei, ­Studenten der Pädagogischen Hochschule St. Gallen, auf den Weg ­gemacht, um die besten Schul­reisen in der Ostschweiz, Liechtenstein und dem Vor­arlberg ­ausfindig zu machen. Nachdem diese ermittelt sowie nach aus­gewählten Kriterien ­beurteilt wurden, veröffentlichen die vier die Ergebnisse fort­laufend auf ihrer Internetplattform «entdeckerfreunde.ch».

Interaktion ist für die Studenten sehr wichtig

«Mit diesem Gruppenprojekt im Rahmen unseres Studiums wollten wir anderen Lehrern auf­zeigen, wie vielfältig die Möglichkeiten in unserer Region sind, um mit der Klasse informative und spannende Ausflüge zu unternehmen», so der Buchser Simon Frei, der für das Erstellen der Web­seite zuständig war. Er hat zuvor bereits einige Internetseiten für Firmen und Bekannte programmiert und ist aus diesem Grund auf die Projektidee gestossen.

Mittlerweile sind rund zwanzig geeignete Aktivitäten auf ihrer Plattform aufgeführt. Ausserdem wollen die Studenten weiterhin neue potenzielle Schulreisen hinzufügen.

Doch irgendwann sollte die Seite dann doch «von selbst» laufen, wie Frei erklärt: «Wir haben eine Kommentarfunktion unterhalb der einzelnen Artikel eingerichtet, bei denen die Nutzer ihre Erfahrungen bezüglich der je­weiligen Aktivität ergänzen können.» Zudem erhalten Externe die Möglichkeit, eigene Vorschläge für Ausflugsziele inklusive Bilder auf die Webseite hochzuladen und damit die Liste fortlaufend fortzusetzen.

Jede abgegebene Empfehlung selbst getestet

Die Studenten haben viel Zeit, Kraft und Eifer in ihr Projekt gesteckt, mussten Herausforderungen meistern und Lösungen für Problemstellungen finden. Dennoch sind sich die beiden Buchser Carla Albertin und Simon Frei ­einig, dass sich der Aufwand gelohnt hat: «Wir sind eine tolle Gruppe, die sich durch unsere unterschiedlichen Charaktere ausgezeichnet ergänzt. Daher konnten wir alle bisherigen Herausforderungen gemeinsam meistern», so die Studentin.

Am besten habe ihr an der Projektausführung gefallen, dass sie die Region mit einer neuen Sichtweise erkunden konnte – nämlich aus der einer Lehrerin. «Als ich an den jeweiligen Orten eintraf, sind mir sofort unzählige Spiele und Aufgaben in den Sinn gekommen, die ich meinen ­Schülern stellen würde», sagt sie weiter. Den Studenten war es überdies von Beginn an ein Anliegen, die Schulreisen selbst zu testen, ein neutrales Betrachtungsbild herauszuarbeiten und sie nach den von ihnen erstellten Kategorien zu ordnen. «Ausgesucht haben wir die Ausflugsziele vor allem nach persönlichen Präferenzen, die wir aus unserer Kindheit oder der Freizeit kennen. Selbstverständlich haben wir aber auch Tipps von Studienkollegen und Familienmitgliedern gerne entgegengenommen», erklärt Frei. Daher finden sich nun auf «entdeckerfreunde.ch» Ausflugsziele wie der Besuch auf Schloss Werdenberg, im Sauriermuseum Aathal, im Zoo Zürich sowie Wanderungen auf die Paulahütte oder auf dem Jakobsweg von Rorschach bis Schmerikon.

Bereits sind neue Ziele angedacht, die die Studenten in den kommenden Wochen und Monaten testen wollen. Dazu gehören unter anderem der Klangweg im Toggenburg und der Besuch der Burg Wartau.

Verstärkt auf ihr Projekt aufmerksam machen

Als zusätzlicher Schritt ist angedacht, nach den Sommerferien mit Flyern in den Schulen der ­Region die Aufmerksamkeit der Lehrer auf sich zu lenken. «Es wäre schön, wenn mehr Lehr­personen Kenntnis von unserer Webseite erhalten würden, damit auch sie Berichte auf unsere ­Seite laden und zugleich ein weiterer Austausch mittels der Kommentarfelder stattfinden könnte», so die Buchserin.

Die Studenten sind des Weiteren auch dazu bereit, ihre Schulreisen auf andere Regionen auszuweiten, wenn der Bedarf dafür vorhanden ist. Denn sie legen grossen Wert darauf, Rückmeldungen von Fachpersonen zu erhalten, um ihr Projekt stetig verbessern zu können. «Wir haben schon Reaktionen aus unserem persönlichen Umfeld erhalten, die positiv ausgefallen sind. Doch gerne würden wir auch welche von Pädagogen bekommen, die die Webseite nutzen», sagen die beiden abschliessend.