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BUCHS: Im Buchser Kämmerlein produziert, an Festivals gespielt

Auf Streamingdiensten wie Spotify, Soundcloud und Youtube zählen die Songs von Marvin Matzig bereits über eine Million Klicks. Seine Tracks werden weltweit an Festivals gespielt. Produziert wird alles Zuhause in Buchs.
Der Buchser DJ MadVamp legt am kommenden Samstag im Krempel auf. (Bild: Angelina Wegman)

Der Buchser DJ MadVamp legt am kommenden Samstag im Krempel auf. (Bild: Angelina Wegman)

Mengia Albertin

Der 25-jährige Marvin Matzig aus Buchs hört, liebt und macht Musik, seit er denken kann. Mittlerweile ist er in der DJ- und Musikproduzenten-Szene angekommen und machte sich mit Aufträgen für Rapper wie Redman einen Namen. Weltweit bekannte Künstler wie The Chainsmokers posten seine Tracks. Er spielt in grösseren Schweizer Städten und im Vorarlberg. Nebst dem intensiven, zeitraubenden Hobby, studiert der Buchser im letzten Bachelor-Semester Betriebswirtschaft. Kommenden Samstag will er die Besucher des Krempel mit Dubstep, Trap und House zum Tanzen bringen. Er fühle sich geehrt und sei dankbar, dass er in seiner Heimatstadt spielen darf.



Sie nennen sich MadVamp. Das bedeutet wütender Vampir. Sollte man sich vor Ihnen fürchten?
Marvin Matzig: Nein, sicher nicht. Ich bin weder böse, noch sauge ich in der Nacht Blut (lacht). Bei den meisten DJs steckt nicht wirklich viel hinter ihrem Namen, so auch bei mir. Vampire als Fabelwesen beeindruckten mich aber schon immer.

Wie hat alles angefangen?
Immer wollte ich die Musik, die ich gerne hörte, selber machen. Mit fünf tanzte ich an Mini-Playback-Shows in der Region zu Michael Jackson. Mit neun bekam ich von meinem Vater ein Schlagzeug und hörte Nirvana und Korn. In der ersten Band namens Morphist war ich dann mit 14 Jahren – die restlichen Bandmitglieder waren allesamt einige Jahre älter.

Wie sind Sie vom Metal zu elektronischer Musik gekommen?
Vor ungefähr acht Jahren hörte ich zum ersten Mal Dubstep und war fasziniert. Es war elektronische Musik mit der Härte und Intensität von Heavy Metal.

Könnten Sie diesen Stil genauer erklären?
Trap ist an Hip-Hop angelehnte elektronische Musik, meistens ohne oder mit wenigen Rap-Elementen und mehr Bass. Dubstep ist wirklich schwierig zu erklären. Auch das ist elektronische Musik. Ich würde es als langsam, schleppend und gleichzeitig hart bezeichnen, an den Konzerten geht es manchmal ziemlich ähnlich zugange wie bei Rock- und Metal-Shows. Der hierzulande bekannteste Dubstep- und Trap-Produzent ist vermutlich Skrillex.

Wie entsteht so ein Track?
In den unterschiedlichsten Situationen kommt mir eine Idee – am wenigsten kreativ arbeite ich unter Druck. Ein Track kann im optimistischsten Fall in drei Stunden entstehen, aber meistens habe ich zehn Ideen und gerade mal eine wird dann was. Es brauchte ausserdem zu Beginn ziemlich lange, bis ich das komplizierte Computerprogramm fürs Liedermachen kennen lernte. Die Funktionalitäten eines solchen Studio-Programms sind endlos und zum Teil sehr komplex zu bedienen. Der fertige Mix und das Mastering in der Endphase eines Songs benötigt ebenfalls viel Geduld, Nerven und Zeit.

Gab es schwierige Momente in Ihrer DJ-Zeit?
Ja, sicher. Ich wollte aber nie erfolgreich sein, sondern hatte und habe immer Spass am Musik machen. Kürzlich spielte ich als Vorband der Bloody Beetroots in Zürich und die Konzertbesucher standen wie ein Kirchenchor vor mir. Das war richtig unangenehm und verunsicherte mich. Nach dem letzten Track gab es dann aber riesigen Applaus. Das heisst für mich: Ein Abend, an dem es nicht so läuft wie erwartet, hat nichts zu sagen.

Was ist Ihnen wichtig, wenn Sie auflegen?
Zuhörer und Tanzende sollen einfach mitgerissen werden von der Performance und der Musik und im besten Fall entsteht eine einzigartige Energie im Raum. Das ist dann wirklich schön!

Was war bisher Ihr bestes Konzert und warum?
Es gab viele gute Shows in Zürich, in St. Gallen, in Solothurn und in Dornbirn. Ein Highlight für mich war der Auftritt am Zürich Openair 2016, wo ich die Bühne mit Idolen aus meiner Musikszene teilen durfte. Die grosse Bühne und die Lichtshow waren für mich zusammen mit dem motivierten Publikum eine unvergessliche Erfahrung.

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