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BUCHS: Hochhaus-Pläne sorgen weiter für erhitzte Gemüter

Kürzlich wurde bekannt, dass das Rechtsverfahren für das «Chez Fritz»-Hochhaus gestoppt und das Projekt neu eingereicht wurde. Während die Stadt dieses Vorgehen unterstützt, hagelt es in den sozialen Medien Kritik.
Das geplante Hochhaus sorgt für Unmut.

Das geplante Hochhaus sorgt für Unmut.

«Kein Mensch braucht so eine Bude. Das gibt mehr Leute, mehr Autos, Dreck, Lärm, verstopfte Strassen und teurere Mieten», kritisiert ein Gegner des Hochhaus-Projekts im sozialen Netzwerk Facebook, nachdem der W&O am 7. Oktober über die Neulancierung des bestehenden Projekts nach dem neuen Planungs- und Baugesetz berichtet hat. «Ich finde so ein Hochhaus in Buchs völlig überflüssig, Was bringt uns das?», fragt eine Nutzerin. «Hässlicher Klotz» und «tragisch», kommentieren an­dere.

Auch eine Reaktion des ehemaligen Präsidenten der Buchser CVP-Ortspartei, Jürg Dommer, der gegen das vorgängige Hochhaus-Projekt Unterschriften gesammelt und Einsprache er­hoben hatte, liess nicht lange auf sich warten. Er schrieb einen ­Leserbrief, der am 10. Oktober im W&O erschien. Er sei überzeugt, dass der Grund für die Neuauf­lage de Projekts nicht die lange Dauer des Rechtsmittelverfahrens ist, sondern der Umstand, dass der Gestaltungsplan, der für die Umsetzung des Hoch­hauses nötig wäre, «schon im Verfahren vor dem Baudepartement gescheitert wäre», schreibt Dommer. Nach wie vor seien ­Probleme wie die Verkehrs­erschliessung und die Parkierung nicht gelöst.

Masse werden in speziellem Verfahren festgelegt

Da die Bauherrschaft einen möglicherweise jahrelangen Rechtsstreit verhindern wollte, hat sie das alte Verfahren sistiert und das unveränderte Projekt neu ein­gereicht – und zwar auf Basis des neuen, am 1. Oktober in Kraft ­getretenen, Planungs- und Baugesetzes. «Dieses Vorgehen wird vom Stadtrat unterstützt», sagt Stadtpräsident Daniel Gut gegenüber dem W&O. «Allfällige Einsprachen sind zu gegebener Zeit selbstverständlich wieder möglich.» Seines Wissens sei dies der Bauherrschaft bewusst.

Das Bau- und Planungsgesetz ermöglicht neu sogenannte Schwerpunktzonen für Hoch­häuser. «Eine Schwerpunktzone nach Art. 19 des neuen Planungs- und Baugesetzes ermöglicht Neuüberbauungen von Siedlungs­gebieten, die für eine Umstrukturierung vorgesehen sind», erklärt Gut. «Die politische Gemeinde legt hierfür im Rahmennutzungsplan die Entwicklungsziele und die Nutzungsart sowie die vor­gesehenen Gebäudemasse und Abstände fest. Die Masse für das Hochhausprojekt auf dem ‹Chez Fritz›-Areal werden also in einem speziellen Verfahren festgelegt. Mit Ergreifen des fakultativen Referendums allenfalls auch über eine neuerliche Abstimmung.»

Die Kritik der Rekurrenten bestand bisher auch darin, dass in Buchs über ein Hochhaus an diesem Ort respektive über dessen Höhe gar nie öffentlich entschieden respektive abgestimmt wurde. «Diese formelle Kritik würde über dieses Verfahren entfallen», so Gut. «Ganz abgesehen davon, dass das Hochhausprojekt und dessen Höhe der Stimmbürgerschaft immer offen und transparent kommuniziert worden war.»

Er betont, dass für den Stadtrat nun von Bedeutung sei, dass ein neuer Antrag der Bauherrschaft vorliegt, das Verfahren über eine Schwerpunktzone nach neuem Planungs- und Baurecht zu lancieren. «Wir leisten diesem Antrag Folge», so der Stadt­präsident.

Auf die Frage, ob das Projekt in den kritisierten Punkten Verkehrsführung und Parkierung überarbeitet wurde, sagt Gut: «Die eingereichten Akten sind sehr umfassend. Sie beinhalten zur gestellten Frage auch ein ­detailliertes Verkehrsgutachten. Das Projekt wird im Rahmen des ordentlichen Mitwirkungsverfahrens nochmals öffentlich vorgestellt und erläutert.»

Für Kommunikation noch nicht genügend konkret

Wird das Projekt realisiert, fallen Dutzende, heute auf dem Areal vorhandene, zentrumsnahe öffentliche Parkplätze weg. Auf die Frage, wo man in Zukunft zen­trumsnah parkieren könnte, antwortet Gut: «Die Stadt macht sich hierzu selbstverständlich weiterführende Gedanken. Unsere Überlegungen sind für eine Kommunikation aber noch nicht genügend konkret.»

Corinne Hanselmann

corinne.hanselmann@wundo.ch

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