BUCHS-GRABS-SEVELEN: Ein Haus für Waisenkinder

«Solidarität für eine Welt» unterstützt ein Projekt in Südafrika der beiden Grabser Sandra Bachmann und Ruben Sutter.

Hanspeter Thurnherr
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Margaret Shongwe und «ihre» Kinder zusammen mit Projektmitarbeiter Netto Maluka sowie Sandra Bachmann und Ruben Sutter mit den Kindern Larina und Jeremias im Oktober auf dem Grundstück des künftigen neuen Zuhauses. (Bild: PD)

Margaret Shongwe und «ihre» Kinder zusammen mit Projektmitarbeiter Netto Maluka sowie Sandra Bachmann und Ruben Sutter mit den Kindern Larina und Jeremias im Oktober auf dem Grundstück des künftigen neuen Zuhauses. (Bild: PD)

Hanspeter Thurnherr

«Die Kinder der verlorenen Generation.» So lässt sich die Situation von vielen Kindern und Jugendlichen in Südafrika bezeichnen. Viele sind Waisen geworden, weil ihre Eltern an Aids starben, denn fast eine ganze Generation ist HIV-positiv. Unzählige Kinder wachsen deshalb auf sich allein gestellt auf. Margaret Shongwe, 38 Jahre alt und Mutter eines eigenen Kindes, sieht es als Geschenk des Himmels, Kindern ein Zuhause zu geben. Seit 2009 nimmt sie Kinder, die ihre Eltern verloren haben, bei sich auf. Heute kümmert sie sich um zehn ­Waisenkinder im Alter von 3 bis 13 Jahren und vier behinderte Jugendliche. Ihr Problem: Das kleine Haus, in dem sie heute leben, ist ihr vom Besitzer nur auf Zeit zur Verfügung gestellt.

Projekt «Südafrika», gegründet und geleitet von den bei­- den Grabsern Sandra Bachmann und Ruben Sutter, hat nun ein 400 Quadratmeter grosses Grundstück für Margaret Shongwe vom «Chief» der Gemeinde geschenkt bekommen. Darauf soll 2017/2018 durch das Projekt «Südafrika» als künftiger Besitzer, mit Hilfe des unersetzlichen Projektmitarbeiters vor Ort, Netto Maluka, ein neues Zuhause für Margarets Familie entstehen. Da jährlich neue Kinder zur Familie stossen, soll das Waisenhaus letztlich 20 Kindern Platz bieten. «Bei dieser Grösse wird der familiäre Charakter, der für ein heranwachsendes Kind so wichtig ist, gewährleistet», sagt Sandra Bachmann. Vier Frauen aus der Nachbarschaft helfen Margaret unentgeltlich bei den täglichen Aufgaben wie Waschen, Putzen, Kochen, Baden und Hausaufgaben machen.

Ein Tank sichert Trinkwasserversorgung

Das Waisenhaus wird auch mit einem Wassertank ausgestattet. Denn die Region ist noch immer nicht mit fliessendem Wasser versorgt. Vielmehr liefert wöchentlich ein Wasserlastwagen das kostbare Gut gegen Bezahlung. Für sieben der zehn Kinder erhält Margaret eine Rente von 22 Franken pro Monat und Kind. Das Essen in Form von abgelaufenen Lebensmitteln bekommt die Familie von einer grossen Lebensmittelkette.

Hinweis

Weitere Informationen gibt es am Samstag, 3. Dezember 2016, am Chlaus- und Weihnachtsmarkt in Grabs sowie in den vom Chor Contigo mitgestalteten Gottesdiensten am Samstag/Sonntag, 3./4. Dezember 2016. Das Opfer wird zu Gunsten der Aktion aufgenommen.